Dienstag 22. Mai 2018

30. Januar 2018 - Nachrichten am Morgen

Die staatliche Namibia Post and Telecom Holdings NPTH will das Mobiltelefon-Unternehmen MTC zu 100 Prozent übernehmen - trotz Einspruchs der Wettbewerbs-Kommission. Laut Allgemeiner Zeitung bat NPTH den Minister für Industrialisierung und Handel, Immanuel Ngatjizeko, die Entscheidung der Wettbewerbshüter zu überprüfen. Daraufhin habe Ngatjizeko in einer Notiz im Amtsblatt die Öffentlichkeit aufgerufen, sich bis zum 2. Februar zu dem Vorhaben zu äußern. NPTH besitzt den Festnetzbetreiber Telecom Namibia sowie dessen Tochter TN Mobile und will seine Anteile an MTC von 66 auf 100 Prozent erhöhen. Die Wettbewerbs-Kommission sieht darin eine Kontrolle beider Kommunikationsmärkte und keinerlei Vorteile für die Verbraucher. Der Minister kann die Entscheidung aufheben.

Vize-Präsident Nickey Iyambo ist nach seinem Kollaps am Wochenende wieder wohlauf. Iyambo sei gestern wieder in seinem Büro erschienen, versicherte Präsidialminister Frans Kapofi dem Namibian. Er habe am Samstag lediglich aufgrund niedrigen Blutdrucks in der Hitze das Bewusstsein verloren. Iyambo war während der Beerdigung der verstorbenen Ex-Ministerin Rosalia Nghidinwa in Nkurenkuru im Nordosten Namibias in Ohnmacht gefallen und sofort ins Krankenhaus gebracht worden. Bereits 2016 hatte Iyambo während einer öffentlichen Veranstaltung in Tsumeb einen Kollaps erlitten.

Zwei Wochen nach Schulbeginn sind in der zentralen Region Khomas noch immer über 900 Kinder ohne Platz in den Regierungsschulen. Dabei handele es sich um rund 450 Erstklässler und mehr als 470 Kinder der Klasse acht, berichtet der Namibian unter Berufung auf das Regionaldirektorat für Bildung. Allerdings seien darin auch Anmeldungen für Kinder enthalten, die bereits einen Schulplatz haben und deren Eltern sie in einer anderen Schule unterbringen möchten. Das Direktorat tue sein Bestes, um die Unterrichtsräume durch Zelte zu erweitern. Die meisten der noch nicht untergebrachten Schüler sprechen laut Bericht von Haus aus Khoekhoegowab.

Die Ministerin für städtische und ländliche Entwicklung, Sophia Shaningwa, wehrt sich nicht gegen ihre Abberufung, sondern wartet auf ihren Nachfolger. Das habe Shaningwa gestern bei Einweihung des Feuer- und Notdienstes in Eenhana betont, meldet die Presseagentur NAMPA. Sie wies damit Vorwürfe zurück, sie wolle neben ihrem Posten als SWAPO-Generalsekretärin an ihrem Ministeramt festhalten, um zwei Gehälter zu beziehen. Sobald Präsident Hage Geingob einen Nachfolger benenne, so Shaningwa, werde sie diesem ihr Amt übergeben. Sie war auf dem SWAPO-Kongress im November zur Generalsekretärin der Partei gewählt worden.

Die US-Regierung hat den Einreisestopp für Flüchtlinge aus elf Ländern aufgehoben. Laut Heimatschutzministerium wird es stattdessen nun verschärfte Kontrollen geben. Der Einreisestopp - unter anderem für Flüchtlinge aus dem Irak und Syrien - war mit einem hohen Risiko für die nationale Sicherheit begründet worden.

 

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