Mittwoch 21. August 2019

31. August 2015 - Nachrichten am Morgen

Wegen der Dürre werden im nächsten Jahr bis zu 800.000 Namibier von Nahrungsmittelhilfen abhängig sein. Das geht aus dem Bericht zur Nahrungsmittelsicherheit für dieses und das nächste Jahr hervor. Fest steht, dass bis Ende des ersten Quartals 2016 über 300.000 Menschen Nahrungsmittelhilfen benötigen werden. Eine weitere halbe Million Menschen könnten von Hilfen abhängig werden. Insgesamt werde der Bedarf auf mehr als 35.000 Tonnen Maismehl geschätzt. Neben der Dürre bedrohe auch das Verbot von Tiertransporten im Norden wegen des Ausbruches der Maul- und Klauenseuche die Lebensgrundlage vieler Kommunalfarmer.

Alle angestellten Namibier müssen eine angemessene Unterkunft erhalten. Das hat Staatspräsident Hage Geingob erneut bekräftigt, berichtet die Nachrichtenagentur Nampa. Demnach habe Geingob bei einem öffentlichen Treffen in Swakopmund insbesondere Farmer und Bergbau-Unternehmen aufgefordert, für Angestelltenunterkünfte zu sorgen. Die Angestellten in diesen beiden Wirtschaftsbereichen würden einen Großteil ihres Lebens am Arbeitsplatz verbringen. Es sei deshalb unerlässlich, dass für eine menschenwürdige Behausung gesorgt werde. Geingob nannte als positive Beispiele seine eigene Farm sowie das Uranbergwerk Husab.

Im Nordosten Nigerias hat die Terrorgruppe Boko Haram erneut 68 Bewohner eines Dorfes getötet. Das bestätigte der Gouverneur des Staates Borno, Shettima, bei einem Treffen mit den Eltern der über 200 Schülerinnen, die im vergangenen Jahr verschleppt wurden. Zuvor hatten Anwohner erklärt, sie seien bereits am Freitagabend vor Boko-Haram-Kämpfern aus der Ortschaft geflohen und hätten tags drauf zahlreiche Leichen in den Straßen entdeckt. Boko Haram will mit Gewalt ein islamistisches Regime im Norden Nigerias errichten und hat sich inzwischen mit der Terrormiliz IS verbündet.

Die EU-Innen- und -Justizminister beraten in zwei Wochen über die anhaltende Flüchtlingskrise. Das hat die luxemburgische EU-Ratspräsidentschaft mitgeteilt. Dabei soll es unter anderem darum gehen, welche Länder als sichere Herkunftsstaaten eingestuft werden. Flüchtlinge von dort sollen schneller wieder abgeschoben werden können. Außerdem sollte es in Ländern wie Italien oder Griechenland Flüchtlingszentren geben, in denen direkt entschieden wird, ob den ankommenden Flüchtlingen Asyl gewährt wird oder nicht. Unterdessen wurde bekannt, dass allein bis Juli etwa 1.800 Schleuser in Deutschland festgenommen wurden. Das sind fast so viele wie im gesamten Vorjahr.

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat im syrischen Palmyra erneut einen antiken Tempel zerstört. Es handelt sich um den Baal-Tempel, die größte Anlage in der historischen Wüstenstadt, der aus der Römerzeit stammt. Augenzeugen berichten von einer gewaltigen Explosion. Nur noch die Außenmauer des Tempels soll unbeschädigt sein. Schon vor einer Woche hatte der IS in Palmyra einen großen Tempel gesprengt. Der IS betrachtet die Ruinen als Zeugnisse der Vielgötterei und will sie deswegen vernichten.

Die Landwirtschaftsminister von Deutschland, Frankreich und Polen beraten heute in Berlin darüber, wie den Bauern angesichts fallender Preise und steigender Kosten geholfen werden kann. Zuletzt waren in Frankreich mehrfach Landwirte wegen der sinkenden Preise für Fleisch und Milch auf die Straße gegangen. Dem Deutschen Bauernverband zufolge sorgen vor allem das Russland-Embargo, die Preispolitik des Lebensmitteleinzelhandels und die schwächelnde Konjunktur in einigen asiatischen Ländern für die Situation. Bei dem Treffen der Minister soll heute zunächst die Sondersitzung des EU-Agrarrates in einer Woche vorbereitet werden.

In ganz Deutschland fehlen zu Beginn des neuen Schuljahres offenbar rund 30.000 Lehrer, sowohl in Gymnasien als auch in Haupt- und Berufsschulen. Das hat der Vorsitzende des Philologenverbandes Meidinger der Bild-Zeitung gesagt. Besonders groß sei der Bedarf in Fächern wie Mathematik, Physik und Chemie. Vor allem in Ostdeutschland verschärfe sich die Lage, so Meidinger weiter. Dort rolle eine große Pensionierungswelle an.

Der italienische Energiekonzern Eni hat nach eigenen Angaben das größte jemals im Mittelmeer entdeckte Erdgasfeld ausfindig gemacht. Es befinde sich vor der Küste Ägyptens und könnte dessen Erdgasbedarf über Jahrzehnte decken, wenn es voll erschlossen sei. Das ägyptische Energieministerium hat die Entdeckung bestätigt. Eni hatte das Gebiet, das sich in ägyptischen Hoheitsgewässern befindet, im Januar 2014 bei einem Bieterverfahren erworben.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sinken die Treibstoffpreise in Namibia. Laut Medienberichten wird Benzin 30 Cent pro Liter günstiger. Die Preise beider Sorten Diesel sinken um 40 Cent je Liter. Damit kostet dann ein Liter Benzin in Walvis Bay 10,69 Namibia Dollar, normaler Diesel 10,42 Namibia Dollar und schwefelarmer Diesel 10,52 Namibia Dollar.


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