Dienstag 22. Mai 2018

31. Januar 2018 - Nachrichten am Morgen

Das Verteidigungsministerium schickt Tausende Soldaten in den Zwangsurlaub, um Kosten zu senken. Das berichtet der Namibian unter Berufung auf Ministeriumssprecher Petrus Shilumbu. Konkrete Zahlen habe er nicht genannt. Richtlinien des Ministeriums zufolge könne man bis zu 30 Prozent der Soldaten beurlauben. Zugleich wies Shilumbu Berichte zurück, das Verteidigungsministerium schulde der Stadt Windhoek vier Millionen Namibia Dollar für Wasser, Strom und andere städtische Dienste. Vergangene Woche habe man acht Millionen Dollar überwiesen. Das Verteidigungsministerium hat in diesem Finanzjahr mit 5,6 Milliarden Dollar den dritthöchsten Betrag im Staatshaushalt erhalten.

Die Stadt Windhoek stellt 32 Millionen Namibia Dollar für den Kampf gegen den Ausbruch von Hepatitis E bereit. Das habe Bürgermeister Muesee Kazapua gestern während eines Pressefrühstücks erklärt, berichtet der Namibian. Davon seien 17 Millionen im diesjährigen Haushalt eingeplant. Mit dem Geld wolle man in den betroffenen wilden Siedlungen neue Toiletten errichten und bestehende reparieren. Auch sollten weitere öffentliche Wasserhähne eingerichtet werden. Gesundheitsministerium und die Region Khomas steuern insgesamt 5,7 Millionen Dollar bei. Laut Bericht ist die Zahl bestätigter Fälle von Hepatitis E seit Beginn des Ausbruchs im Dezember auf über 500 gestiegen. Bislang gab es zwei Todesopfer.

Die Stadt Windhoek schreibt hunderte Millionen Dollar an Außenständen ab. Das habe der Geschäftsführer der Stadtverwaltung, Robert Kahimise, gestern während eines Pressefrühstücks erklärt, berichtet der Namibian. Privathaushalte, Unternehmen und Behörden hätten der Stadt im abgelaufenen Finanzjahr rund 634 Millionen Namibia Dollar an städtischen Gebühren geschuldet. Etwa 80 Millionen Dollar davon entfielen Kahimise zufolge allein auf Ministerien. Dieses Jahr schreibe man Außenstände von 400 Millionen Dollar ab, weil sie nicht einzutreiben seien. Der Haushalt der Stadt betrug laut Bericht rund sechs Milliarden Dollar.

Bei der Syrien-Konferenz in Russland hat es kaum Fortschritte gegeben. Die Teilnehmer sprachen sich für demokratische Wahlen in dem Bürgerkriegsland aus. Machthaber Assad wird in der gemeinsamen Erklärung gar nicht erwähnt. Die wichtigsten syrischen Oppositionsgruppen hatten das Treffen ganz boykottiert.

Gut zwei Wochen nach dem Raketen-Fehlalarm auf Hawaii gibt es personelle Konsequenzen. Der Leiter des Katastrophenschutzes des US-Bundesstaates übernahm die Verantwortung und trat zurück. Vorher war schon der Mitarbeiter zurückgetreten, der versehentlich eine Nachricht auf alle in Hawaii aktivierten Handys geschickt hatte, in der vor einer Rakete im Anflug gewarnt wurde. Die Entwarnung kam erst nach 40 Minuten.

Das Museum zur historischen Dampfmaschine „Martin Luther“ bei Swakopmund sorgt für Ärger. Laut Allgemeiner Zeitung kritisiert der Deutsche Kulturrat DKR die derzeitige Nutzung des Raumes für den Verkauf einer bunten Mischung von Möbeln, Bildern, Kleidung und anderen Dingen. Das Museum sei zum Ramschladen geworden, sagte DKR-Vorsitzender Eckhart Mueller. Er habe der Stadtverwaltung vorgeschlagen, neben dem Museum einen Verkaufsraum zu errichten, aber bislang keine Antwort erhalten. Das Gebäude war lange geschlossen, weil die Stadt kein Geld für den Betrieb hat. Seit vergangenem Mai pachten zwei afrikaanse Unternehmerinnen den Ausstellungsraum und sorgen mit dem Verkauf des Trödels für einen freien Eintritt.

 

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