Dienstag 18. Dezember 2018

4. Januar 2017 - Nachrichten am Morgen

Zwei Chinesen, die an einem Milliarden-Betrug beteiligt sein sollen, erscheinen heute erneut vor dem Magistratsgericht Windhoek. Laut Presseagentur NAMPA konnte ihr Antrag auf Kaution gestern nicht verhandelt werden, weil kein Übersetzer anwesend war. Bei dem Fall geht es um Zollbetrug, Steuerhinterziehung und Geldwäsche in Höhe von 3,5 Milliarden Namibia Dollar. Beteiligt sind offenbar noch ein dritter Chinese und ein Namibier. Alle drei Chinesen haben laut Gerichtsprotokoll die namibische Staatsbürgerschaft.

Die Drahtzieherin des Millionen-Betruges im Finanzamt in Walvis Bay hat sich der Polizei gestellt. Laut Allgemeiner Zeitung erscheint die Steuerbeamtin zusammen mit zehn weiteren Verdächtigen heute vor dem Haftrichter. Ihnen wird die Beteiligung an einer Betrugsmasche mit gefälschten Lohnsteuer-Rückforderungen vorgeworfen. Von April 2013 bis November 2016 sei das Finanzamt um mehr als 2,2 Millionen Namibia Dollar betrogen worden. Insgesamt sollen 21 Personen an dem Betrug beteiligt sein.

In Windhoek haben Haus-Einbrüche im Dezember wieder Hochkonjunktur gehabt. Laut Namibian registrierte die City Police in der Zeit vom 28. November und 1. Januar 343 Einbrüche. Am meisten betroffen seien Viertel in Katutura, Khomasdal und Otjomuise gewesen. Etwa 70 Prozent der mutmaßlichen Täter habe man verhaften können. Die namibische Polizei NamPol führt den Anstieg der Einbrüche während der Sommerferien darauf zurück, dass viele Einwohner nicht daheim seien. Man rate dazu, auch die Polizei darüber zu informieren, von wann bis wann man abwesend sei, damit die Beamten nach dem Rechten sehen könnten.

Im Süden der Philippinen haben mutmaßliche islamistische Rebellen ein Gefängnis angegriffen und mehr als 130 Insassen befreit. Bei dem Feuergefecht seien ein Wärter getötet und ein Häftling verletzt worden, so der Leiter der Haftanstalt. Zwei Häftlinge wurden bereits gefasst - Armee und Polizei suchen noch nach den anderen. Beobachter sprechen von einem der größten Gefängnisausbrüche auf den Philippinen in den vergangenen Jahren.

Nach der Kritik des künftigen US-Präsidenten Donald Trump kippt der Autobauer Ford eine geplante Investition in Mexico. Ein umgerechnet fast zwei Milliarden Euro teures Werk soll nun nicht im Nachbarland gebaut werden, so ein Firmensprecher, stattdessen werde in eine Fabrik im US-Bundesstaat Michigan investiert. Im Wahlkampf hatte Trump Firmen wie Ford attackiert, weil sie die Produktion ins Ausland verlegen.

Die Regierung Namibias plant, die Vorschriften für die Ein- und Ausreise von Minderjährigen zu verschärfen. Das berichtet die Allgemeine Zeitung unter Berufung auf das Innenministerium. Bereits jetzt empfehle man Reisenden, das Original der vollständigen Geburtsurkunde von Minderjährigen dabei zu haben. Dies gelte auch für Touristen. Hintergrund sei der internationale Kampf gegen den Kinderhandel. So würden Kinder aus Afrika nach Europa verkauft und dort wie Sklaven oder Haustiere behandelt, zitiert die AZ eine Sprecherin des Innenministeriums. - In den Sommerferien hatten einige namibische Familien nicht nach Botswana und Südafrika einreisen dürfen, weil sie die erforderlichen Dokumente für die mitreisenden Kinder nicht vorlegen konnten.


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