Dienstag 13. November 2018

4. November 2015 - Nachrichten am Abend

Namibia und Deutschland haben offizielle Gespräche zur kolonialen Vergangenheit aufgenommen. Dies bestätigten das Deutsche Auswärtige Amt sowie die namibische Außen- und Vize-Premierministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah in Erklärungen. Demnach finde seit dem vergangenen Jahr ein „Dialog über einen gemeinsamen Umgang mit der schmerzvollen Geschichte der Kolonialzeit“ statt. Auf deutscher Seite werde der ehemalige Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Ruprecht Polenz, die Gespräche führen. Namibia hat die Aufgabe zum Dialog an Botschafter Zed Ngavirue, dem ehemaligen Generaldirektor der Nationalen Planungskommission, übergeben.

Die Bank of Namibia hat Stellung zum Währungswechsel-Abkommen mit Angola bezogen. Geschäftsleute im Grenzgebiet hatten einen massiven Kursverfall, Liquiditätsprobleme der Banken und Wertverluste bemängelt. Zahlreiche Aspekte wurden in der Erklärung von der Nationalbank verdeutlicht. Demnach finde praktisch kein Abfluss von Namibia Dollar nach Angola statt. Zudem gäbe es auch kein Liquiditätsproblem namibischer Geschäftsbanken und somit auch kein Einfluss der Regelung hierauf. Das Abkommen trat am 18. Juni 2015 in Kraft. Dieses sieht die Akzeptanz zum Umtausch der jeweiligen Währung durch Banken in den Grenzstädten Oshikango und Santa Clara vor.

Die Terrormiliz IS hat sich auf Twitter erneut zum Absturz der russischen Passagiermaschine in Ägypten geäußert. In einer Audiobotschaft heißt es, dass man zur passenden Zeit Details über den Absturz liefern wolle. Der ägyptische IS-Ableger hatte bereits am Wochenende die Verantwortung für den Absturz übernommen. Bislang zweifeln russische und ägyptische Behörden aber an der Version. Allerdings wird auch die Möglichkeit eines Bombenanschlags geprüft.

Im Südsudan sind mindestens 27 Menschen beim Absturz eines Frachtflugzeuges ums Leben gekommen. Die Maschine war kurz nach dem Start vom Flughafen der Hauptstadt Juba abgestürzt. Örtliche Radiosender sprechen sogar von bis zu 40 Toten, möglicherweise sind auch Menschen am Boden getötet worden - die Maschine ist über landwirtschaftlich genutztem Gebiet abgestürzt. Die Ursache ist noch unklar.                                                                                                      

In Sachen VW-Skandal fordert die Opposition jetzt ein Eingreifen von Deutschlands Verkehrsminister Dobrindt. Der CSU-Politiker müsse endlich klare politische Regeln durchsetzen, heißt es von den Grünen. Die Manipulationen bei VW hätten ganz offensichtlich System, jetzt brauche es klare Kontrollen, um die Branche vor sich selbst zu schützen, so der Grünen-Verkehrsexperte Krischer. VW hatte gestern zugegeben, dass zusätzlich zu den 11 Millionen Dieselautos mit der Schummel-Software noch mal 800.000 kommen, bei denen die CO2- und Verbrauchswerte zu niedrig angesetzt wurden.

In den OECD-Ländern ist die Lebenserwartung seit 1970 um 10 Jahre gestiegen. Laut Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung lag sie im Jahr 2013 in den 34 Mitgliedsstaaten bei 80 ½ Jahren. Pro Jahr steige die Lebenserwartung um drei bis vier Monate, nichts deute auf eine Verlangsamung hin. Der Anstieg erkläre sich durch eine Verbesserung des Lebensstils, bessere Bildung und Fortschritte in der Gesundheitsversorgung. Spitzenreiter unter den OECD-Ländern ist Japan mit einer Lebenserwartung von über 83 Jahren, Schlusslicht ist Mexiko mit unter 75 Jahren.


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