Montag 10. Dezember 2018

4. Oktober 2016 - Nachrichten am Morgen

Der mutmaßliche Heckmair-Mörder Marcus Thomas aus den USA ist verhandlungsfähig. Zu diesem Ergebnis seien alle drei psychiatrischen Gutachter gekommen, berichtet die Allgemeine Zeitung. Thomas habe Gedächtnisverluste und Probleme beim Verarbeiten von Informationen lediglich vorgetäuscht. Gestern wurde vor dem Obergericht in Windhoek der dritte und letzte Gutachter gehört. Thomas hatte behauptet, er habe bei seinem Fluchtversuch 2014 einen Gehirnschaden erlitten, als er stundenlang kopfüber im Zaun hing. Ihm und seinem Landsmann Kevan Townsend wird vorgeworfen, den 25-jährigen André Heckmair im Januar 2011 in Windhoek erschossen zu haben.

Im Syrienkonflikt haben die USA die Gespräche mit Russland über eine Waffenruhe vorerst für beendet erklärt. Die Geduld mit den Russen sei am Ende, heißt es aus dem Weißen Haus - sie seien ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen. Das russische Außenministerium erklärte dagegen, Washingtons Tatenlosigkeit habe dazu geführt, dass sich die Kämpfer neu formieren konnten.

Die Farc-Rebellen in Kolumbien wollen trotz des gescheiterten Referendums über ihren Friedensvertrag nicht wieder zu den Waffen greifen. Das hat der Rebellen-Chef in einer Videobotschaft zugesagt. Auch Kolumbiens Präsident erklärte, dass die geltende Feuerpause mit der Farc-Guerilla in Kraft bleibe. Weiter kündigte er einen neuen nationalen Dialog über den Friedensprozess in Kolumbien an. Die kolumbianische Bevölkerung hatte zuvor überraschend in einem Volksentscheid den Friedensvertrag abgelehnt, den Regierung und Rebellen nach jahrelangen Verhandlungen geschlossen hatten.

Fünf Wochen vor der Wahl US-Präsidentschaftskandidat gerät Donald Trump weiter unter Druck. Nach den Enthüllungen über die von dem Republikaner geheim gehaltenen Steuererklärungen gibt es nun Ärger mit einer von ihm gegründeten Stiftung. Wegen Verstößen gegen Vorschriften wurde ihr in seinem Heimatstaat New York das Spendensammeln verboten. In Umfragen liegt Donald Trump inzwischen fünf Prozentpunkte hinter seiner demokratischen Herausforderin Hillary Clinton.

Die Einwohner Windhoeks haben nach beschwichtigenden Äußerungen von Wasserminister John Mutorwa wieder deutlich weniger Wasser gespart. Das habe die Stadtverwaltung gestern auf einer Pressekonferenz erklärt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Die Einsparung gegenüber dem Normalverbrauch sei von 32 auf 24 Prozent gesunken. Mutorwa hatte laut Bericht Mitte September betont, Windhoek werde auch nach dem möglichen Leerlaufen seiner Stauseen zum Jahresende nicht auf dem Trockenen sitzen. Die Stadtverwaltung teilte mit, dass ab Januar etwa 46 Prozent des Bedarfs aus den neu geschlagenen Bohrlöchern am Südrand der Stadt bezogen werden könnten, man jedoch sorgsam mit den Grundwasserreserven umgehen müsse. Rund 16 Prozent liefere die Wasser-Aufbereitungsanlage und acht Prozent kämen von Berg Aukas und Kombat. Insgesamt ergibt dies 70 Prozent des Normalbedarfs.

Finanzminister Calle Schlettwein hat eine Aufstellung aller Grundstücke und Gebäude in Staatsbesitz angefordert. Laut Namibian bat er den Minister für Öffentliche Arbeiten, Alpheus !Naruseb, in einem Brief Mitte August, Daten zu Immobilien in nationalem, regionalem und kommunalem Besitz zusammenzustellen. Ziel ist laut Schlettwein, einen Überblick zu gewinnen, bevor der neue Haushalt im kommenden Jahr aufgestellt werde. Zudem wolle man neue Richtlinien zur Verwendung von Staatseigentum festlegen.

Die Regierung Namibias hat für das Kudu-Gas-Projekt bei Oranjemund 150 Millionen Namibia Dollar bereitgestellt. Das habe Energieminister Obeth Kandjoze gestern erklärt, meldet die Presseagentur Nampa. Zudem betonte er, das Projekt keineswegs abwürgen zu wollen, wie der Windhoek Observer jüngst behauptet habe. Vor kurzem wurde mitgeteilt, dass die norwegische Firma BW Kudu den Start finanziere, die 56 Prozent der Anteile halte. Laut Nampa betragen die Gesamtkosten 16,3 Milliarden Namibia Dollar. - Vor einem Jahr hatten die Weltbank und Finanzminister Calle Schlettwein das Projekt aufgrund zu hoher Kosten für den produzierten Strom in Frage gestellt. Das Kudu-Gas-Kraftwerk soll 800 Megawatt Strom liefern.


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