Dienstag 25. Juni 2019

4. September 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Regierung hat erneut davor gewarnt, mit der Untersuchung der Lubango-Vorwürfe gegen die SWAPO alte Wunden aufzureißen. Damit setze man Frieden und Stabilität aufs Spiel, die in 27 Jahren der Versöhnungspolitik erreicht wurden, erklärte Informationsminister Tjekero Tweya laut Presseagentur NAMPA. In jedem Krieg gerieten unschuldige Menschen ins Kreuzfeuer. Der Allgemeinen Zeitung zufolge wurde am Freitag ein internationales Nicht-Regierungs-Gremium gegründet, das die Vorwürfe der willkürlichen Verhaftung, Einkerkerung und Folter von SWAPO-Dissidenten im angolanischen Lubango während des Befreiungskampfes untersuchen soll.

Am schleppenden Verkauf von Häusern, die im Zuge des Massen-Wohnungsbau-Programmes der Regierung errichtet wurden, sind Banken schuld. Das habe die Ministerin für städtische Entwicklung, Sophia Shaningwa, bei Übergabe von 29 fertiggestellten Häusern in Opuwo erklärt, meldet die Presseagentur NAMPA. Einige Banken bräuchten lang, um Hypotheken zu genehmigen; andere lehnten es ab, Häuser in Orten wie Karasburg, Khorixas oder Outjo zu finanzieren. Shaningwa rief die Banken auf, einen gesunden Kompromiss zwischen kommerziellem Interesse und sozialer Verantwortung zu finden.

Nordkorea bringt die Weltgemeinschaft immer weiter gegen sich auf. Das Kim-Regime meldete heute den erfolgreichen Test einer Wasserstoffbombe. Deutschland und Frankreich verurteilten den Test aufs Schärfste, Nordkorea trete das internationale Recht mit Füßen. Heute will der UN-Sicherheitsrat über eine Reaktion auf den jüngsten nordkoreanischen Atomtest beraten.

In Uruguay ist ein gesuchter Mafioso festgenommen worden, der seit über 20 Jahren auf der Flucht ist. Der Italiener soll von 1988 bis 1994 in den internationalen Drogenhandel verwickelt gewesen sein. Dabei soll er unter anderem den Transport geregelt haben. Jetzt wurde er nur deshalb ausfindig gemacht und verhaftet, weil er seine Tochter in Montevideo unter richtigen Namen bei der Schule angemeldet hat.

Die Bergarbeiter-Gewerkschaft MUN verurteilt die Absetzung des Präsidenten des Gewerkschafts-Dachverbandes NUNW. Laut Namibian bezeichnete MUN-Chef Desley Somseb die Beschlüsse des NUNW-Zentralkomitees von Mitte August als Statut-widrig. So hätten Vertreter von Gewerkschaften mitgestimmt, die ihre Mitgliedsbeiträge schuldig seien und daher gar kein Stimmrecht gehabt hätten. Auch der Beschluss, die Zahlung der Zugehörigkeits-Gebühr von 10 Prozent zu stoppen, sei daher null und nichtig. Somseb betonte, dass der Protest der MUN sich nicht gegen die Entsendung der 16 NUNW-Vertreter zum SWAPO-Kongress im November richtet. Der Streit um ausstehende Mitgliedsbeiträge der Gewerkschaften ist ein Dauerthema.

Die Nashorn-Skulptur aus Mamor, die Ende vergangener Woche zugunsten des Nashorn-Schutzes versteigert werden sollte, ist weiterhin zu haben. Wie die Organisation Hunters United Against Poaching HUAP mitteilte, verlief die Auktion mit einem Gesamterlös von 866.000 Namibia Dollar nicht so erfolgreich wie die vor zwei Jahren. Mehrere Auktionsstücke seien nicht ersteigert worden, darunter die in einer wochenlangen Aktion geschaffene Mamor-Skulptur eines Nashorns mit überlangem Horn aus Aluminium mit einem Einstiegswert von 780.000 Dollar. Laut HUAP läuft die Aktion online weiter bis zur Jahresversammlung des Jagdverbandes NAPHA Ende: http://auction.huaptrust.com.


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