Samstag 26. Mai 2018

5. Dezember 2016 - Nachrichten am Morgen

Namibia drängt weiterhin darauf, seine Bestände an konfisziertem Elfenbein verkaufen zu dürfen anstatt sie zu verbrennen. Das habe Präsident Hage Geingob im Gespräch mit dem britischen Afrika-Minister Tobias Ellwood in London erklärt, berichtet die Zeitung New Era. Ellwood habe zuvor gefordert, Namibia müsse der Welt mit dem Verbrennen sämtlicher Bestände zeigen, dass es ernsthaft gegen die Wilderei vorgeht. Geingob wiederum habe auf die wachsenden Zahlen an Elefanten in Namibia hingewiesen, die einen erfolgreichen Naturschutz belegen würden. Der Präsident ist gestern von seinem Besuch in Großbritannien nach Namibia zurückgekehrt.

Alexander van der Bellen wird neuer Bundespräsident von Österreich. Der Ex-Chef der Grünen hat laut dem vorläufigen Endergebnis rund 53 Prozent der Stimmen geholt - sein Konkurrent Norbert Hofer von der rechtspopulistischen FPÖ, bekam gut 47 Prozent. - Heute werden noch die per Briefwahl abgegebenen Stimmen ausgezählt. Danach soll dann das endgültige Wahlergebnis bekannt gegeben werden.

Italiens Regierungschef Renzi tritt zurück. Nach der Niederlage beim Verfassungsreferendum hat er noch in der Nacht angekündigt sein Amt niederzulegen. Er übernehme damit die Verantwortung für das Scheitern der Verfassungsreform. Das Nein-Lager habe einen "außerordentlich deutlichen" Sieg errungen, sagte Renzi. Der Weg seiner Regierung ende hier. Ersten Hochrechnungen nach stimmten knapp 60 Prozent der Bürger gegen das Vorhaben. Mit der Verfassungsreform sollte der Senat verkleinert und seine Befugnisse eingeschränkt werden. Dadurch sollten Gesetze nicht mehr so leicht blockiert werden können.

Der drohende Generalstreik der Sicherheitsleute in Namibia findet nicht statt. Laut Allgemeiner Zeitung haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaften nach langen Verhandlungen im Büro des Arbeitskommissars auf eine Anhebung der Mindestlöhne geeinigt. Demnach erhalten Wachleute ab 1. Januar mindestens 8 Namibia Dollar 75 die Stunde. Bisher liegt die Untergrenze bei 7 Dollar die Stunde. Ab 1. Juli sollen Mitarbeiter, die zu dem Zeitpunkt ein Jahr lang beschäftigt sind, mindestens 10 Dollar die Stunde erhalten. Die drei Gewerkschaften NATAU, NISU und NASGWU hatten 12 Dollar 50 gefordert.

Finnland hilft Namibia, aus abgeholztem Busch Viehfutter zu gewinnen. Wie die Presseagentur NAMPA meldet, hat die finnische Regierung rund 1,5 Millionen Namibia Dollar für ein Forschungsprojekt der Universität Namibias UNAM bereitgestellt. Vergangene Woche hätten Botschafterin Anne Saloranta und UNAM-Vizekanzler Lazarus Hangula die Vereinbarung zur Finanzierung unterzeichnet. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Verfahrens, mit dem das bei der Entbuschung geerntete Pflanzenmaterial zu günstigem Viehfutter verarbeitet werden kann.

Am Kontrollposten der Polizei auf der Fernstraße B1 nördlich von Windhoek haben zwei Fahrerinnen Kindersitze erhalten. Laut Presseagentur NAMPA wurden sie am Freitag im Rahmen der Kampagne zur Straßensicherheit während der Ferienzeit angehalten und auf die Gefahren für ihre mitfahrenden Kinder hingewiesen. Das Unternehmen M&Z Motors habe zehn Kindersitze für die Kampagne gestiftet. Die gemeinsame Aktion der namibischen Polizei und des Verkehrsunfallfonds MVA läuft noch bis Ende Dezember jeden Freitag an verschiedenen Stellen im Land.

 

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