Sonntag 17. Dezember 2017

5. Dezember 2017 - Nachrichten am Morgen

Eine Clique hoher Beamter versucht offenbar noch immer, dubiose Millionen-Aufträge für Arbeiten an zwei Flughäfen durchzudrücken. Laut Namibian hat die Direktorin der Flugkontrollbehörde NCAA, Angelina Simana in einem Brief an die Namibia Airports Company NAC damit gedroht, den Internationalen Flughafen Hosea Kutako und den Flughafen in Ondangwa innerhalb von zwei Wochen zu schließen. Als Grund habe sie Sicherheitsbedenken genannt und gefordert, die neuen Sicherheitssysteme am Internationalen Flughafen und die Renovierung des Flughafens Ondangwa umgehend zu verwirklichen. Beide Aufträge gelten als überteuert und wurden vom neuen Vorstand der NAC wegen vorschriftswidriger Vergabe gestoppt. Vor kurzem hatte der General-Staatsanwalt Sacky Shanghala dem Minister für Öffentliche Arbeiten, Alpheus !Naruseb, dazu geraten, einen der Aufträge per Anweisung durchzusetzen.

Der wegen mutmaßlicher Korruption suspendierte Geschäftsführer der Namibia Airports Company NAC, Tamar El-Kallawi, hat gekündigt. Wie der Namibian berichtet, ging am Freitag sein Kündigungsschreiben ein. Damit ende das Disziplinarverfahren gegen ihn wegen Vorwürfen der Korruption. Im Juni hatte der NAC-Vorstand El-Kallawi und den Leiter der technischen Abteilung, Courage Silombela suspendiert. Die beiden sollen bei der Vergabe von Aufträgen im Werte von rund 450 Millionen Namibia Dollar Bestechungsgelder angenommen haben. Silombela kündigte Mitte November. Bis zur Kündigung war beiden noch das volle Gehalt gezahlt worden. El-Kallawi hatte laut Namibian bis zuletzt Rückhalt vom Minister für Öffentliche Arbeiten, Alpheus !Naruseb.

In Katutura haben vier bewaffnete Männer eine Sicherheitsfirma überfallen. Sie seien am Freitagabend um 18.15 Uhr in das Büro der Firma Shilimela Security Services eingedrungen, berichtet die Allgemeine Zeitung unter Berufung auf die Polizei. Demnach hielten sie zwei Wachbeamte in Schach und entkamen mit zwei Geldkassetten, in der sich eine Summe von gut 67.000 Namibia Dollar befand. Bis gestern gab es noch keine Festnahmen. Erst vor zwei Wochen hatten Bewaffnete in Windhoek laut AZ einen Geldtransport der Sicherheitsfirma G4S überfallen und fast 490.000 Dollar erbeutet. Die Polizei nahm allerdings noch am selben Tag sechs Verdächtige fest und stellte einen Großteil der Beute sicher.

Das Innenministerium hat die Gebühren für Dokumente und Genehmigungen drastisch erhöht. Laut Namibian zahlt man für eine Daueraufenthalts-Genehmigung künftig 18.000 Namibia Dollar statt der bisher gültigen 12.000 Dollar. Die Gebühr für ein Studenten-Visum steigt demnach von 1.400 auf 2.000 Dollar. Auch Namibier müssen für die Ausstellung von Dokumenten künftig tiefer in die Tasche greifen. Personalausweis, Geburts- und Heiratsurkunde sowie Todesschein seien beim ersten Antrag weiterhin kostenfrei, doch die Kosten für Duplikate oder die zweite Ausstellung im Falle eines Verlustes von Dokumenten würden von 50 Dollar auf bis zu 300 Dollar steigen.

Im Streit um das Einreiseverbot gegen Menschen aus sechs überwiegend muslimischen Ländern hat US-Präsident Trump einen Etappensieg eingefahren. Das Oberste Gericht der USA hat die jüngste Version seines Dekrets erlaubt, obwohl an verschiedenen Gerichten noch Verfahren dagegen laufen. Das Verbot richtet sich gegen Menschen aus dem Iran, Tschad, Libyen, Somalia, Syrien und dem Jemen. Trump begründet die Maßnahmen hauptsächlich mit dem Schutz gegen Terrorgefahren, die Gegner seiner Dekrete sehen darin eine Diskriminierung.

Im Abgasskandal erhebt die Deutsche Umwelthilfe nun auch Vorwürfe gegen BMW. Der Münchener Autobauer soll beim Dieselmotor eines 3er-Modells die Software manipuliert haben. Bei einem Test auf der Straße lagen die Emissionswerte sieben Mal höher als im Labor.

In New York ist ein Riesen-Diamant aus dem westafrikanischen Sierra Leone für 6,5 Millionen Dollar versteigert worden. Käufer des Edelsteins ist ein britischer Juwelier. Von dem Erlös der Auktion gehen ein Viertel an die Mitarbeiter der Bergbaufirma, die den 709 Karat schweren Diamanten im März entdeckt hatten.

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