Dienstag 22. Mai 2018

5. Februar 2018 - Nachrichten am Mittag

Der Herero-Oberchief Vekuii Rukoro hält an seiner verbalen Attacke gegen Deutschland fest. Man habe das als erste Volksgruppen der Welt vor Gericht gezerrt, wo sie „tretend und schreiend“ erschienen seien. Man werde den rechtlichen Weg weiter beschreiten, betonte Rukoro. Gleichzeitig unterstrich er, dass man eine uneingeschränkte Entschuldigung Deutschlands erwarte und eine vollständige Befreiung von Deutschland das Ziel sei. Die bilateralen Gespräche Namibias mit Deutschland erteilte Rukuro erneut eine Absage. Keiner dürfe indirekt über das Schicksal und die Wünsche der Herero und Nama entscheiden. Man werde den durch Nama-Chief David Frederick und Herero-Oberchief Kuaima Riruako begonnenen Kampf fortsetzen.

Zwei wichtige Staatsunternehmen haben neue Geschäftsführer. Johny Smith wurde bereits zum 1. Februar als neuer Geschäftsführer des staatlichen Bahnunternehmens TransNamib ernannt. Er blicket auf mehr als 25 Jahre Erfahrung im Transport- und Telekommunikationssektor zurück. Der ehemalige Pressesekretär von Staatspräsident Hage Geingob, Albertus Aochamub, ist seit heute offizielle Interims-Geschäftsführer des Flughafenbetreibers Namibia Airports Company. Er wird den Posten zunächst für bis zu 12 Monate bekleiden.

In Südafrika wächst der innerparteiliche Druck auf Präsident Zuma. Das Führungsgremium der Regierungspartei ANC hat für heute eine Dringlichkeitssitzung einberufen, um über Zumas Zukunft an der Staatsspitze zu beraten, hieß es aus Parteikreisen. Zuma soll sich zuvor dem Wunsch führender Parteikollegen verweigert haben, vorzeitig zurückzutreten und Platz für seinen designierten Nachfolger Ramaphosa frei zu machen. Zumas Präsidentschaft wird seit Jahren von Korruptionsskandalen sowie einer schwächelnden Wirtschaft begleitet.

Der Terrorverdächtige Salah Abdeslam hat zum Prozessauftakt in Brüssel die Aussage verweigert. Der 28-Jährige soll Mitglied einer Terrorzelle gewesen sein, die neben den Anschlägen in Paris auch die in der belgischen Hauptstadt einige Monate später vorbereitet haben soll. In dem aktuellen Verfahren geht es aber erstmal um eine Schießerei mit der Polizei kurz vor seiner Festnahme. Schon in diesem Prozess drohen Abdeslam bis zu 40 Jahre Haft.

 

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