Dienstag 22. Mai 2018

5. Februar 2018 - Nachrichten am Morgen

Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila zieht die Kostenbremse. Laut Namibian ordnete sie in einer internen Mitteilung am vergangenen Donnerstag für die kommenden drei Jahre an, dass Regierungsvertreter im Jahr maximal zwei Auslandsreisen und drei Reisen im Inland unternehmen dürfen. Wenn nötig, werde man Ausnahmen nach Prüfung zulassen. Damit sollen die Staatsausgaben für Transport und vor allem für Spesen gedeckelt werden. Der Namibian verweist auf einen früheren Bericht über einen Politiker, der innerhalb von zwei Wochen bis zu 400.000 Namibia Dollar an Reisezulagen beansprucht habe. Weitere Anordnungen der Premierministerin zielen laut Bericht darauf, den Missbrauch von Regierungsfahrzeugen zu verringern. Auch solle der Verbrauch von Papier gesenkt werden, indem Behörden mehr mit Emails kommunizieren.

Der wegen Mordes an einem Wilderer angeklagte Farmer Kai Rust kann auf eine Bewährungs- oder Geldstrafe hoffen. Laut Allgemeiner Zeitung verurteilte Magistratsrichterin Alexis Diergaardt Rust wegen fahrlässiger Tötung. Auch vom Vorwurf des versuchten Mordes in drei Fällen an weiteren Wilderern habe sie ihn freigesprochen. Sie folgte damit der Darstellung der Verteidigung, dass das Opfer und seine drei Komplizen für Rust nicht sichtbar hinter einem Felsen gesessen hätten. So bleibe nur die Schlussfolgerung, die auf den Hund abgeschossene Kugel habe ihr Ziel verfehlt, sei an einem Felsen abgeprallt und habe das Opfer dann als Querschläger getroffen. Der Vorfall fand Ende Januar 2016 auf der Farm Otukaru bei Okahandja statt. Die Verhandlung zur Strafe beginnt in elf Tagen.

Nach dem Mord an einem Farmer-Ehepaar auf einer Farm nahe Koës in der Region ||Karas Freitagnacht hat die Polizei drei Verdächtige verhaftet. Laut Namibian haben zwei der Männer gestanden, in das Haus von Giel und Sarie Botma eingebrochen zu sein. Zugleich hätten sie beteuert, das Farmer-Paar nicht ermordet zu haben. Der dritte Verdächtige, der offenbar im Bakkie des Ehepaars geflohen war, wurde laut Bericht in Aranos gefasst. Zudem wurden zwei gestohlene Waffen sichergestellt. Der 79-jährige Giel Botma und seine 78-jährige Frau Sarie waren am Samstagmorgen von einem Nachbar-Farmer entdeckt worden. Laut Polizei wurde Botma mit einem Kopfschuss getötet und seine Frau offenbar erwürgt.

Die Hepatitis-Welle in den wilden Siedlungen in Katutura hat ein drittes Todesopfer gefordert. Bereits vor zwei Wochen sei eine Frau an Hepatitis E gestorben, berichtet der Namibian unter Berufung auf eine Expertin im Gesundheitsministerium. Ihr tags zuvor geborenes Kind habe überlebt. Die Zahl der registrierten Fälle ist laut Bericht auf über 550 gestiegen. Das Ministerium habe mehr als 2.500 Haushalte mit Tabletten zum Reinigen des Wassers versorgt und über Hygiene aufgeklärt. Präsident Hage Geingob und Gesundheitsminister Bernard Haufiku besuchten am Freitag die besonders betroffene Siedlung Havana, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Laut Allgemeiner Zeitung sprach sich Geingob dafür aus, in diesen Gebieten eher chemische Toiletten als Spültoiletten zu errichten.

Jerome Powell tritt heute sein Amt als neuer Chef der US-Notenbank an. Der 65-Jährige ist der erste Chef der Federal Reserve der kein Wirtschaftswissenschaftler ist. Der Jurist war als Investmentbanker und Abteilungsleiter im Finanzministerium tätig. Wie seine Vorgängerin, Janet Yellen, steht Powell für eine moderate Zinspolitik.

 

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