Donnerstag 20. September 2018

5. Januar 2017 - Nachrichten am Morgen

Nach der Wilderei von zwei Nashörnern auf einer Farm bei Gobabis hat die Polizei offenbar drei Verdächtige verhaftet. Laut Allgemeiner Zeitung handelt es sich um den ehemaligen Team-Arzt der Fußball-Nationalmannschaft, Gerson Kandjii, und zwei Männer, gegen die bereits ein Verfahren wegen Mordes am deutschen Jagdfarmer Reinhard Schmidt bei Kalkrand im Februar 2015 läuft. Kandjii wird zudem eine Beteiligung an der Wilderei von Nashörnern im Etosha-Nationalpark vorgeworfen. Er und seine mutmaßlichen Komplizen waren gegen 5000 Namibia Dollar Kaution auf freiem Fuß. Auf der Farm von Walter Kinnear bei Gobabis waren kurz vor Weihnachten ein Nashornbulle und eine Kuh erschossen und enthornt worden. Zwei weitere Tiere wurden verletzt.

Die Bürger Namibias können ihr Land nur dann wirtschaftlich entwickeln, wenn sie Regionalismus, Tribalismus und Rassismus überwinden. Das habe Präsident Hage Geingob gestern in Onamundini in der Region Omusati erklärt, berichtet der Namibian. Anlass war der offizielle Start der Operation Tulongeni, auf Deutsch etwa "Lasst uns arbeiten". Entwicklung sei nicht möglich, wenn spaltende Kräfte am Werk seien. Mit der Operation Tulongeni will die Region Omusati die landwirtschaftliche Produktion erhöhen. Die Regierung stellt den kommunalen Farmern laut Bericht 20 Traktoren, Saatgut und Dünger.

Der Schuldspruch gegen einen Soldaten wegen Totschlags spaltet Israel. Er hatte einen am Boden liegenden, verletzten Palästinenser mit einem Kopfschuss getötet. In rechten Kreisen wird er dafür wie ein Held gefeiert - Menschenrechtsorganisationen werfen ihm dagegen "Hinrichtung" eines wehrlosen Menschen vor. Ministerpräsident Netanjahu hat sich dafür ausgesprochen, den Mann zu begnadigen - Staatschefin Rivlin hält die Debatte allerdings für verfrüht.

In einem kleinen Ort in Spanien sind vier von acht Polizisten verhaftet worden, weil sie an groß angelegtem Drogenschmuggel beteiligt sein sollen. Ihnen und zwei Komplizen wird vorgeworfen, aus Marokko Haschisch nach Spanien geschmuggelt zu haben. Dafür habe die Bande aufblasbare Schnellboote genutzt. Der Bürgermeister des Ortes sagte, die 6000-Einwohner-Stadt sei schockiert, dass die halbe örtliche Polizei daran beteiligt war.

Der in Namibia verklagte Gründer der Kora All Africa Music Awards, Ernst Adjovi aus der Elfenbeinküste wirbt im Internet für eine neue Ausgabe seiner Event-Reihe. Wie der Namibian berichtet, erscheinen seit kurzem Meldungen auf seiner Facebook-Seite mit Nominierungen von Musikern. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr seien keine Namibier dabei, sondern vorwiegend Marokkaner. Adjovi hatte die Kora Awards 2016 für vergangenen Mai in Namibia zugesagt und vom Tourismusrat Namibias (NTB) zuvor 24 Millionen Namibia Dollar erhalten. Die Veranstaltung fand jedoch nicht statt und die vereinbarte Rückzahlung der Summe blieb aus. Der NTB hat inzwischen eine Klage eingereicht.

Arbeiter auf kommerziellen Farmen haben in den vergangenen Jahren Lohnerhöhungen erhalten, die über der Inflationsrate lagen. Das ergab laut Allgemeiner Zeitung eine Studie des Verbandes landwirtschaftlicher Arbeitgeber (AEA) mit Angaben von rund 460 Farmern. Demnach waren die Löhne seit 2010 um etwa elf Prozent pro Jahr gestiegen. 2016 habe ein Farmarbeiter im Schnitt ein Lohnpaket von 3.320 Namibia Dollar erhalten. Dies umfasse auch freie Unterkunft, die Möglichkeit der Haltung eigenen Viehs und den Transport bei Krankheit sowie die Fahrt von Kindern zur Schule.


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