Sonntag 24. Juni 2018

5. März 2018 - Nachrichten am Morgen

Der Handel zwischen Südafrika und Namibia sollte ausgewogener sein. Das habe Präsident Hage Geingob am Freitag nach einem Gespräch mit dem neuen südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa im Staatshaus erklärt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Im vergangenen Jahr habe der Handel beider Länder ein Volumen von 64,1 Milliarden Namibia Dollar gehabt, so Geingob. Allerdings hätten die Importe Namibias bei 49,1 Milliarden Dollar gelegen und die Exporte nur bei 15 Milliarden. Die Investitionen im Nachbarland bezifferte Geingob auf 82 Milliarden Dollar. Ramaphosa hatte Namibia einen eintägigen Besuch abgestattet. Vor zwei Wochen war er als Präsident Südafrikas vereidigt worden.

Bildungsministerin Katrina Hanse-Hirmarwa muss sich wegen Vorwürfen der Korruption vor Gericht verantworten. General-Staatsanwältin Martha Imalwa habe nach jahrelangen Ermittlungen der Anti-Korruptions-Kommission Namibias ACC vergangene Woche Anklage erhoben, berichtet der Namibian. Demnach geht es um Vorwürfe gegen Hanse-Himarwa aus ihrer Zeit als Gouverneurin der Region Hardap. So soll sie im Dezember 2014 ihren Einfluss missbraucht haben, um zwei Verwandte zu begünstigen. Laut Namibian waren die Namen der beiden in letzter Minute auf eine Liste für die Zuteilung von Häusern aus dem staatlichen Massen-Wohnungsbau-Projekt in Mariental gesetzt worden.

Treibstoff kostet in Namibia im März genauso viel wie im Februar. Die Ölpreise auf den internationalen Märkten seien trotz Drosselung der Fördermenge durch die OPEC-Länder zwar deutlich gesunken, erklärte das Energieministerium. Auch habe der Rand gegenüber dem US-Dollar stark zugelegt, so dass die in US-Dollar zu zahlenden Ölimporte günstiger geworden seien. Allerdings habe man die Gewinnmarge für die Tankstellen um drei Cent pro Liter erhöht, weil deren Kosten gestiegen seien. Der Preis für Benzin in Walvis Bay liegt damit weiterhin bei 11 Namibia Dollar 70 Cent pro Liter. Normaler Diesel kostet 11 Dollar 73 Cent und schwefelarmer Diesel 11 Dollar 78 Cent pro Liter.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow kommt heute zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch nach Namibia. Er werde am Abend von Präsident Hage Geingob empfangen, teilte das Büro des Präsidenten gestern mit. Bei dem Gespräch gehe es um Aspekte der Beziehungen beider Länder und internationale Angelegenheiten. Morgen gebe es ein Besichtigungsprogramm, bevor Lawrow wieder abfliege. Details wurden nicht mitgeteilt. Laut Allgemeiner Zeitung wird Lawrow heute am frühen Abend erst Außenministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah treffen, bevor er von Geingob empfangen wird. Demnach soll die Kooperation mit Russland ausgeweitet werden. Genannt wurden laut AZ die Energieversorgung, das Justizwesen, der Umweltschutz und insbesondere die Verwaltung der Nationalparks.

Italien steht nach der Parlamentswahl vor einem Rechtsruck. Die europakritische 5-Sterne-Bewegung ist mit 33 Prozent stärkste Kraft geworden - vor dem rechten Lager um Ex-Regierungschef Berlusconi. Dessen "Forza Italia" kommt zusammen mit der Lega Nord auf knapp 31 Prozent. Das Mitte-Links-Bündnis um Ministerpräsidenten Gentiloni landete abgeschlagen bei 23 Prozent. Der Chef der Sozialdemokraten erklärte bereits, er sehe seine Partei künftig in der Opposition. Wegen des neuen komplizierten Wahlsystems wird ein Endergebnis erst am Nachmittag erwartet.

Bei der Oscar Verleihung in Hollywood hat auch ein Deutscher einen Preis geholt. Gerd Nefzer und drei Kollegen gewannen die Auszeichnung in der Kategorie "Special Effects" für ihren Beitrag zum Film "Blade Runner 2049". Den Regie-Oscar holte sich der Mexikaner Guillermo del Torro für "Shape of Water". Als beste Schauspielerin wurde Frances McDormand ausgezeichnet. Der Brite Gary Oldman bekam für seine Rolle als Winston Churchill in "Die dunkelste Stunde" einen Oscar. Beste Nebendarsteller sind Allison Janney und Sam Rockwell.

 

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