Freitag 23. August 2019

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5. September 2015 - Nachrichten am Abend

Tausende bislang in Ungarn gestrandete Flüchtlinge sind auf dem Weg nach Deutschland. Die Sonderzüge werden in München ankommen. Nach Möglichkeit sollen die Menschen so schnell wie möglich auch auf andere Bundesländer verteilt werden. Die Flüchtlinge aus Krisengebieten wie Syrien waren in der vergangenen Nacht mit Bussen an die ungarisch-österreichische Grenze gebracht worden. Deutschland und Österreich hatten sich zur Aufnahme bereiterklärt, um die Situation in Ungarn zu entspannen.

Im Norden von Afghanistan haben Unbekannte zwei Fahrzeuge gestoppt und die Insassen förmlich hingerichtet. Insgesamt 13 Menschen wurden erschossen. Einzig eine Frau überlebte den Anschlag. Bislang hat sich niemand zu der Tat bekannt. Klar ist nur, dass alle Opfer einer persisch-stämmigen Minderheit angehören.

Die Terror-Miliz Islamischer Staat soll 15 entführte Christen freigelassen haben. Das bestätigte die Christlich-Assyrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Den Freigelassenen soll es demnach den Umständen entsprechend gut gehen. Der IS hatte Anfang August eine Stadt im Westen Syriens erobert. Dabei wurden auch viele Christen verschleppt und festgehalten. Noch sind nicht alle Geiseln frei. Wie es aus dem Vatikan heißt, wird über deren Freilassung noch verhandelt.

Bei den Finanzministern der 20 führenden Industrie- und Schwellenländern herrscht trotz des schlechten Weltwirtschaftsklimas Optimismus. Das zeigt ein Entwurf der Abschlusserklärung für das G-20-Treffen in Ankara. Darin heißt es, es gebe Hoffnung, dass die wirtschaftliche Entwicklung Geschwindigkeit aufnehme. Außerdem ist in dem Entwurf zu lesen, dass man sich verpflichten wolle, die wettbewerbsbedingte Abwertung von Währungen zu vermeiden. Man werde jeder Form von Protektionismus widerstehen.

Ex-US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden kritisiert die eingeschränkte Meinungsfreiheit in Russland. Er sagte in einer Videoübertragung, die russische Regierung versuche immer mehr, das Internet und die Gedanken der Menschen zu kontrollieren. Seit Snowden die Welt auf die Überwachungsprogramme der NSA aufmerksam gemacht hat, lebt er im russischen Exil. Er stellte aber klar, dass ihm keine andere Möglichkeit geblieben sei, als in diesem Land zu bleiben. Nirgendwo sonst hätte er Asyl bekommen.

Die deutsche Bundesregierung will im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung künftig Hersteller und Restaurants mehr in die Verantwortung nehmen. Wie eine Sprecherin des zuständigen Bundeslandwirtschaftsministeriums der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte, wird es im Herbst erste Gespräche mit allen Beteiligten geben. Ziel ist es, Produktionsabfälle bei der Lebensmittelherstellung deutlich zu senken. Laut WWF-Studie landen in Deutschland jährlich 18 Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. Das entspricht rund einem Drittel des Gesamtverbrauchs.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat weltweit in entlegenen Bergregionen Spuren von umwelt- und gesundheitsschädlichen Chemikalien nachgewiesen. Die Umweltschützer machen dafür unter anderem Outdoor-Kleidung verantwortlich. Demnach stammen einige der Chemikalien aus den wasserabweisenden Materialien von Jacken und Hosen. Greenpeace fordert von den Herstellern, alternative umweltverträglichere Stoffe zu verwenden, weil gerade sie oft mit ihrer Umweltverbundenheit werben.

Nach dem FC Bayern München will jetzt auch der spanische Topclub Real Madrid bei der Bewältigung des Flüchtlingschaos in Europa mithelfen. Der Fußballverein hat eine Million Euro zur Verfügung gestellt um Flüchtlinge zu unterstützen, die in Spanien ankommen. Unter anderem sollen Kinder und Jugendliche Sportsachen bekommen. Bayern München hatte gestern angekündigt, ebenfalls eine Million Euro bereitzustellen. Das IOC hat einen Fonds gegründet und will mit fast 2 Millionen Euro helfen.

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