Freitag 13. Dezember 2019

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5. September 2015 - Nachrichten am Mittag

Vor dem BND-Neubau in Berlin soll heute ein Zeichen für den Schutz der Privatsphäre und gegen die Überwachung durch internationale Geheimdienste gesetzt werden. Gemeinsam haben unter anderem Amnesty International und Reporter ohne Grenzen zu einer Demonstration in der Hauptstadt aufgerufen. Gefordert wird neben einem Stopp der anlasslosen Massenüberwachung auch eine sofortige Aufklärung des BND-Skandals.

Die Flüchtlingssituation in Europa, speziell in Ungarn, bleibt weiter angespannt. Deutschland und Österreich erklärten sich jetzt dazu bereit, mehrere tausend Menschen, die nach Ungarn geflohen waren, aufzunehmen. Allein in Österreich wird heute mit etwa 10.000 Neuankömmlingen gerechnet. Auch in Bayern und Sachsen werden im Laufe des Tages tausende Flüchtlinge erwartet, die dann auf den Rest des Landes verteilt werden. In Ungarn haben sich unterdessen weitere 500 Menschen auf den Weg in Richtung Westen gemacht. Wie schon hunderte zuvor, wollen sie zu Fuss nach Westeuropa laufen.

Auch auf dem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel ist die Flüchtlingskrise weiterhin das dominierende Thema. Heute sind Vertreter mehrere Balkan-Länder zu den Gesprächen eingeladen. Eine schnelle Einigung auf eine gemeinsame Strategie ist offenbar schwer zu finden. Versuche der EU, sich auf verpflichtende Quoten zur Umverteilung von 40.000 Flüchtlingen zu einigen, scheiterten bisher vor allem am Widerstand osteuropäischer Staaten.

Die Betroffenen einer Massenvergiftung im niedersächsischen Handeloh sind offenbar selbst an ihrer misslichen Lage schuld. Die Heilpraktiker und Homöopathen hatten sich in dem Ort zu einem Seminar getroffen. Dort sollen sie eine in Deutschland verbotene Droge eingenommen und damit einen Großeinsatz verursacht haben. Die meisten von ihnen litten unter Wahnvorstellungen, Krämpfen und Herzrasen. Die Polizei hat jetzt ein Strafverfahren gegen alle Beteiligten eingeleitet.

In der türkischen Hauptstadt Ankara beraten die Finanzminister und Notenbankchefs der G20-Staaten heute weiter unter anderem über die China-Krise. Die Sorge um das lahmende chinesische Wirtschaftswachstum hatten in den vergangenen Wochen Aktienmärkte in die Tiefe gerissen und die Währungen von Schwellenländern einbrechen lassen. Eine gemeinsame Linie zu finden gestaltet sich offenbar schwierig: deutlich wurde bereits, dass die Teilnehmer des zweitägigen Treffens nicht mit einer ausdrücklichen Erwähnung der Volksrepublik in der Abschlusserklärung rechnen.

In der brasilianischen Metropole Sao Paulo sind zwei Männer bei einer Schießerei vor einer Kathedrale getötet worden. Ein Obdachloser hatte eingegriffen, als ein bewaffneter Mann eine Frau auf den Stufen des Gebäudes festhielt. Darauf wurde er von dem Angreifer erschossen. Die Frau konnte fliehen, der Angreifer wurde kurz darauf von der Polizei getötet. Örtlichen Medien zufolge soll es sich bei dem Täter ebenfalls um einen Obdachlosen gehandelt haben, der wegen Diebstahls und Drogenhandels 22 Jahre im Gefängnis saß.

Rund viereinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima dürfen erstmals Bewohner in einen Ort nahe des damals havarierten Kraftwerks zurückkehren. Die Evakierungsanordnung dafür wurde aufgehoben. Die Rückkehr wird als Pilotprojekt für andere Gegenden in der Nähe von Fukushima angesehen.

In London steht Ende des Monats die Versteigerung des Vertrags an, der den Beatles den entscheidenden Karriere-Kick gegeben hat. Das Auktionshaus Sotherbys geht von einem Verkaufswert von rund 680.000 Euro aus. Das Schreiben wurde am 1. Oktober 1962 unterzeichnet. Vier Tage später kam die erste Beatles-Single "Love Me Do" raus.

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