Freitag 13. Dezember 2019

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5. September 2015 - Nachrichten am Morgen

Ungarn lässt die seit Tagen in der Hauptstadt Budapest festsitzenden Flüchtlinge ausreisen und bringt sie mit Bussen an die österreichische Grenze. Am frühen Morgen sind bereits die ersten Busse dort eingetroffen. Österreich und Deutschland hatten sich zuvor bereit erklärt, die Flüchtlinge einreisen zu lassen. Viele der rund 1.200 Menschen hatten sich zu Fuß Richtung Westen auf den Weg gemacht. In Ungarn wollten sie nicht bleiben, da sie sich dort nicht gut aufgehoben fühlten.

Eine schnelle Einigung auf ein einheitliches EU-Konzept in der Flüchtlingskrise ist trotz der angespannten Lage nicht in Sicht. In Luxemburg setzen die Außenminister der EU ihre Beratungen heute fort. Einer der Hauptstreitpunkt ist eine Flüchtlingsquote für jedes Land. Vor allem die ost-europäischen Staaten lehnen diese ab. Bundeskanzlerin Merkel erklärte in einem Zeitungsinterview unterdessen, dass die Krise keine Steuererhöhungen in Deutschland zur Folge hätte. Ziel bleibe weiterhin ein ausgeglichener Haushalt ohne neue Schulden. Der Koalitionsausschuss komme morgen zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Nach dem Tod des im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlingsjungen Ailan sind vier mutmaßliche Schlepper angeklagt worden. Die vier Syrer zwischen 30 und 41 Jahren müssen sich wegen fahrlässiger Tötung und Menschenschmuggels verantworten. Das berichtet die türkische Tageszeitung "Hürriyet". Den Angaben zufolge sollen die Männer bis zu ihrem Prozess in Haft bleiben. Der Dreijährige sowie sein fünfjähriger Bruder und die Mutter der beiden waren ertrunken, als die syrische Familie aus der Türkei in das EU-Land Griechenland flüchten wollte. Ein Foto von Ailans Leiche hatte weltweit Bestürzung ausgelöst.

In Italien haben plötzliche heftige Unwetter für Chaos gesorgt. In der Hauptstadt Rom kam es wegen der Regen- und Gewitterstürme zu Verspätungen am Flughafen. Auch im Bahnverkehr gab es wegen umgefallener Bäume Behinderungen. In Südtirol fiel sogar der erste Schnee.

Der kleinste Mann der Welt ist tot. Das hat das Guiness-Buch der Rekorde mitgeteilt. Den Angaben zufolge verstarb er gestern an einer Krankheit, an welcher genau blieb allerdings offen. Der Nepalese wurde 75 Jahre alt. Er war nur 54,6 Zentimeter klein.

Der Kurzmitteilungsdienst WhatsApp steht kurz davor, die eine Milliarden-Nutzer-Marke zu knacken. Das teilte der Gründer des vom US-Konzern Facebook übernommenen Dienstes mit. Weltweit würden bereits rund 900 Millionen Menschen von WhatsApp Gebrauch machen, heißt es. Erst im April war die Schwelle von 800 Millionen Nutzern überschritten worden.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihr EM-Qualifikationsspiel gegen Polen am Abend mit 3:1 gewonnen. Die DFB-Elf hat Polen damit von der Tabellenspitze der Gruppe D verdrängt. Die Tore für Deutschland schossen die Bayern-Spieler Müller und Götze; letzterer traf gleich zwei Mal.

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