Dienstag 22. Mai 2018

6. Dezember 2016 - Nachrichten am Morgen

In Ondangwa im Norden des Landes haben sich so genannte Struggle Kids eine Straßenschlacht mit der Polizei geliefert. Eine Gruppe, die vor dem Ausbildungszentrum der Polizei gecampt hatte, hat laut Namibian versucht, gewaltsam in das Zentrum einzudringen. Nachdem Beamte sie daran hinderten, hätten sie die Zufahrt mit Felsbrocken und Pfählen blockiert. Als eine Polizeieinheit aus Oshakati eintraf, bewarfen die Struggle Kids die Beamten mit Flaschen und Steinen. Die Polizei nahm mehrere Personen fest und beschlagnahmte Zelte. Dem Bericht zufolge wollten die Struggle Kids unter ein festes Dach, weil ihre Zelte durch den Regen nass und ihre Habseligkeiten feucht werden.

Russland und China haben im UN-Sicherheitsrat eine Resolution für eine Waffenruhe in Aleppo verhindert. Die Resolution sah eine siebentägige Feuerpause für die Stadt vor, um Kranke und Verwundete versorgen und Lebensmittel nach Aleppo bringen zu können. Das hätte den Rebellen und Extremisten aber die Gelegenheit geben, ihre Kräfte umzugruppieren, so der russische Botschafter bei den Vereinten Nationen. Russland unterstützt die syrischen Regierungstruppen von Präsident Assad.

Der italienische Regierungschef Renzi tritt vorerst nicht zurück. Nach dem Nein der Italiener zur Verfassungsreform hatte Renzi das ursprünglich geplant - Staatschef Matarella hat ihn aber offenbar überzeugt, damit zu warten, bis das Parlament das Haushaltsgesetz für das kommende Jahr verabschiedet hat. Im Anschluss könnte Mattarella eine Übergangsregierung bilden, die ein neues Wahlrecht ausarbeiten und das Land bis zur geplanten Parlamentswahl im Frühjahr 2018 führen soll.

Farmer im Norden und Zentrum Namibias klagen weiterhin über Wilderei und Untätigkeit der Polizei. Laut Allgemeiner Zeitung vermisst Diethelm Redecker auf seiner Farm Soris nördlich von Outjo Dutzende Rinder. Die Polizei sei erst aktiv geworden, nachdem er fünf geschlachtete Rinder und sechs Rinder in Schlingen entdeckt habe. Von 42 Rindern fehle jede Spur. Sein Nachbar hat laut Redecker in diesem Jahr 68 Rinder verloren. Ein Beamter habe von gut organisierten Syndikaten gesprochen, die mögliche Zeugen mit Todesdrohungen zum Schweigen bringe und vor denen selbst die Polizei zurückschrecke. Die Wilderei war laut AZ auch ein heftig diskutiertes Thema auf dem jüngsten Treffen des Farmervereins Omaruru. Farmer hätten sich beim Polizeichef über die Inkompetenz der Beamten beschwert.

Die Stadt Windhoek hat bald wieder einen Geschäftsführer. Der Chef von ErongoRED, Robert Kahimise habe das Angebot angenommen, berichtet die Allgemeine Zeitung. Er fange am 1. Februar an. Der Chef des Diamanten-Konzerns NAMDEB, Riaan Burger, der auf Platz Eins der Kandidatenliste stand, hatte den Posten laut Namibian abgelehnt, weil die angebotene Vergütung von insgesamt 2,7 Millionen Namibia Dollar im Jahr unter seinem bisherigen Gehalt bei NAMDEB liege. Die Position des Geschäftsführers der Stadt Windhoek war seit Dezember 2014 unbesetzt.

 

Werbung

 

Deutsche Welle

Devisen