Mittwoch 17. Juli 2019

6. Februar 2017 - Nachrichten am Morgen

Rund 400 so genannte Struggle Kids, die auf einer Farm der SWAPO bei Brakwater leben, haben mit der Besetzung des Landes begonnen. Wie die Presseagentur NAMPA meldet, haben sie am Freitag einen Teil der Farm von Büschen befreit. Ein Sprecher der Gruppe erklärte, man wolle Hütten errichten und Gemüsegärten anlegen. Damit wehre man sich gegen Pläne der Regierung, sie in ihre Heimatorte zurückzuschicken. Auch das Angebot eines Ausbildungsprogramms lehnte der Sprecher erneut ab. Man wolle nicht zurück in die Schule, sondern fordere einen Arbeitsplatz, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Nach dem Scheitern seines Einreisestopps für Muslime hat US-Präsident Trump intensive Personenkontrollen angekündigt. Er habe das Ministerium für Heimatschutz angewiesen, Einreisende sehr sorgfältig zu überprüfen, teilte Trump per Twitter mit.  Außerdem wiederholte seine Vorwürfe gegen die Justiz. Er könne nicht glauben, dass ein Richter das Land in Gefahr bringe. In der Nacht zu Sonntag hatte ein Berufungsgericht in San Francisco einen Eilantrag des Justizministeriums abgewiesen.  Die Behörde hatte Widerspruch gegen die Entscheidung eines Bundesrichters eingelegt, wonach Trumps Einreiseverbot ausgesetzt werden muss.

Auch nach der Rücknahme des umstrittenen Korruptionsdekrets gehen die Proteste gegen die Regierung in Rumänien weiter. Landesweit beteiligten sich nach Schätzungen am Sonntag bis zu eine halbe Million Menschen. Die Regierung wirft den Demonstranten inzwischen vor, sie stürzen zu wollen. Gestern Nachmittag hatte das Kabinett die umstrittene Verordnung für weniger strenge Bestrafung von Korruption offiziell aufgehoben.

In vielen Ortschaften im Süden Namibias drohen am Mittwoch die Lichter auszugehen. Laut Presseagentur NAMPA hat der Rat der Region Karas mit 800.000 Namibia Dollar drei Monate ausstehender Strom-Rechnungen einiger Siedlungen bezahlt. Mehr sei aufgrund finanzieller Engpässe nicht möglich. Orte wie Berseba, Bethanien und Koës sind Nampa zufolge dabei, Gelder zusammenzukratzen. Tses habe erklärt, seine Schulden von 1,6 Millionen Dollar nicht bezahlen zu können. Der Konzern NamPower hat für Mittwoch angedroht, den Strom abzuschalten. Genannt wurden auch Orte wie Rehoboth, Mariental, Gibeon, Maltahöhe und Warmbad. Die Summe der Schulden beträgt 46,5 Millionen Dollar.

In Keetmanshoop haben Tausende Nama, San, Herero und Damara gefordert, das Land ihrer Ahnen zurückzuerhalten. Laut Presseagentur NAMPA wurde der Hauptredner, SWAPO-Abgeordneter und Ex-Vizeminister für Bodenreform Bernadus Swartbooi am Samstag mit großem Jubel begrüßt. Er habe ein Forum von 20 führenden Persönlichkeiten aus verschiedenen Regionen vorgestellt, das sich für die Interessen der Minderheitengruppen einsetzen soll. Zugleich betonte Swartbooi, dies sei keine politische Partei. NAMPA zufolge traten auch traditionelle Führer der Nama, Herero und Damara ans Mikrofon und riefen zu einem gemeinsamen Vorgehen auf. Sowohl sie als auch Swartbooi wiesen wiederholt auf die Enteignungen während der deutschen Kolonialzeit und der südafrikanischen Mandatszeit hin.

In Omhedi in der Region Ohangwena haben Tausende Menschen am Gedenken zum 100. Todestag von Mandume ya Ndemufayo teilgenommen. Wie der Namibian berichtet, würdigte Präsident Hage Geingob Kwanyama-König als Symbol des Widerstands gegen koloniale Unterdrückung. Zugleich begrüßte er, dass sich viele Gäste auch aus anderen Volksgruppen eingefunden hatten. Im Anschluss an seine Rede enthüllte Geingob eine Statue Mandumes. Der letzte König der Kwanyama war am 6. Februar im Alter von 23 Jahren während der Kämpfe gegen südafrikanische Truppen gestorben - ob im feindlichen Feuer oder durch Selbstmord, ist bis heute ungeklärt.


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