Freitag 19. Oktober 2018

6. Februar 2018 - Nachrichten am Morgen

Die Namibisch-Deutsche Stiftung NaDS weist die unterschwelligen Drohungen von Herero-Ober-Chief Vekuii Rukoro gegen deutschsprachige Namibier zurück. Die NaDS distanziere sich von jeglicher Hetze, erklärte ihr Vorsitzender Andreas Herrle gestern laut Allgemeiner Zeitung in einer Mitteilung. Zugleich rief er dazu auf, sachlich zu bleiben. Die deutschsprachigen Namibier würden ein gutes Verhältnis zu allen Volksgruppen in Namibia unterhalten, in gleicher Weise wie die anderen Volksgruppen zu den deutschsprachigen Namibiern. Laut AZ hatte Rukoro nach seiner Rückkehr von der jüngsten Anhörung wegen der Völkermord-Klage gegen Deutschland in New York damit gedroht, die deutschen Bürger hier im Land auf einer ganz anderen Ebene zu bekämpfen, wenn das Recht der Herero nicht bestätigt wird.

Das Katutura Hospital hat drei Tage lang ohne fließend Wasser auskommen müssen. Im Zuge von Arbeiten der Stadtverwaltung habe jemand am Freitag die Wasserzufuhr abgestellt, teilte das Ministerium für öffentliche Arbeiten auf Nachfrage des Namibian mit. Daraufhin sei die Hauptpumpe geplatzt. Die Pumpe sollte gestern Nachmittag repariert werden. In der Zwischenzeit sagte das Management des Hospitals alle Operationen ab. Laut Namibian wurden Patienten von Angehörigen mit Wasser zum Trinken und Waschen versorgt. Die Stadt entsandte offenbar erst gestern ein Tankfahrzeug mit Wasser.

Die Wirtschafts-Vereinigung EAN will die Wirtschaftspolitik der Regierung mit Fach-Informationen unterstützen. Laut Allgemeiner Zeitung stellte EAN gestern ein neues Internet-Portal vor, auf dem rund 1.800 Statistiken und Forschungsberichte zu finden seien. Man wolle nicht mit der Statistik-Agentur konkurrieren, sondern deren Arbeit ergänzen, erklärte Ex-EAN-Direktor Klaus Schade. Auch solle damit verhindert werden, dass bereits vorhandene Berichte von Beratungsfirmen erneut in Auftrag gegeben werden. Der deutsche Botschafter Christian Schlaga betonte laut AZ, Wirtschaftspolitik müsse auf fundierten Daten beruhen. Dabei nannte er die Bodenreform und den umstrittenen NEEEF-Gesetzentwurf. Deutschland hat den Aufbau der Datenbank mit Fachwissen und einer Summe von 230.000 Namibia Dollar unterstützt.

Namibia und Botswana wollen ihren Grenzverkehr verbessern. Die Präsidenten beider Länder, Hage Geingob und Seretse Khama Ian Khama unterzeichneten gestern in Windhoek ein entsprechendes Abkommen. Die Grenze sollte den Verkehr zwischen den Ländern nicht behindern, sondern im Gegenteil erleichtern, sagte Geingob laut Presseagentur NAMPA. Khama erklärte, das Abkommen stärke die sehr guten und seit langem bestehenden Beziehungen zwischen den zwei Ländern. Die beiden Präsidenten besuchten gestern das Hauptquartier der SACU; abends stand ein Staatsbankett auf dem Programm. Khama war gestern in Namibia eingetroffen und wird heute nach Botswana zurückkehren.

Ein Londoner Gericht entscheidet heute darüber, ob der Haftbefehl gegen Wiki-Leaks-Gründer Julian Assange aufgehoben wird. Assanges Anwälte wollen mit dem Antrag erreichen, dass ihr Mandant die ecuadorianische Botschaft verlassen kann. Dorthin war Assange vor über fünf Jahren geflohen. Das komme einer Gefängnisstrafe inzwischen gleich, so die Juristen.

In Rom hat sich Papst Franziskus mit dem türkischen Präsidenten Erdogan getroffen. Bei dem einstündigen Gespräch ging es nach Angaben des Vatikans unter anderem um die Situation der Christen in der Türkei, die Aufnahme von Flüchtlingen und den Status der Stadt Jerusalem.


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