Mittwoch 21. August 2019

6. Februar 2019 - Nachrichten am Morgen

Präsident Hage Geingob braucht keine Vorträge über Probleme in informellen Siedlungen, weil er selbst in einem Ghetto geboren wurde. Das erklärte Geingob laut Namibian zur Eröffnung der ersten Kabinettssitzung im Staatshaus. Er besuche auch heute noch Leute dort. Demnach wies er Kritik an seiner vor kurzem gemachten Aussage zurück, die Lebensbedingungen für Bewohner informeller Siedlungen sollten zur nationalen humanitären Krise erklärt werden. Dabei handle es sich keinesfalls um Wahlkampf-Propaganda. Die Kritiker wollten die Regierung lediglich davon ablenken, sich mit den wirklichen Problemen der Menschen zu befassen. Geingob verteidigte zudem seinen Eingriff in den Konflikt um den Windhoeker Stadtdirektor und Chef der City Police. Lokalbehörden seien der Regierung und damit auch ihm untergeordnet.

Im Verfahren um den bislang größten Drogenfund in Namibia im Juni in Walvis Bay bleiben die beiden Verdächtigen weiterhin in Haft. Auch das Obergericht in Windhoek habe ihren Antrag auf Kaution abgelehnt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Dem 36-jährigen Geschäftsmann Grant Noble und seinem 62-jährigen Partner Dinath Azhar bleibe nun nur noch, sich an das Oberste Gericht zu wenden. - Die Polizei in Walvis Bay hatte Mitte Juni in einer Lieferung von angeblichem Kopierpapier aus Brasilien 412 Kilogramm Kokain gefunden. Der Schwarzmarktwert wird auf über 200 Millionen Namibia Dollar geschätzt.

Die neue staatliche Agentur zur Eintreibung der Steuern in Namibia wird statt im März erst im Oktober ihre Arbeit aufnehmen. Das habe der Fachberater des Finanzministers, Penda Ithindi, angekündigt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Um einen reibungslosen Übergang der Arbeit vom Finanzamt zur Agentur gewährleisten zu können, müsse man eine ausreichende Anzahl qualifizierter Kräfte einstellen. Dabei sei das Prozedere der Anstellung zu befolgen. Finanzminister Calle Schlettwein hatte den Vorstand der neu gegründeten Namibian Revenue Agency NAMRA Anfang Dezember vorgestellt. NAMRA soll für eine effizientere Eintreibung der Steuern sorgen.

Im Kampf gegen die Wilderei von Nashörnern ruft das Umweltministerium alle Beteiligten auf, gemeinsam neue Strategien zu entwickeln. Der illegale Handel mit Produkten gewilderter Tiere sei ein Millionengeschäft, sagte Vizeministerin Bernadette Jagger laut Presseagentur NAMPA gestern auf einem Treffen der afrikanischen Expertengruppe der IUCN für Nashörner in Großbarmen. Es sei nicht nur ein Problem für den Naturschutz, sondern fördere Korruption und destabilisiere die Wirtschaft und die Gemeinschaften, deren Existenz von der Tierwelt abhänge. Jagger zufolge gibt es in Namibia rund 2000 Spitzmaul- und 1000 Breitmaul-Nashörner. Höhepunkt der Wilderei war 2015 mit 97 entdeckten Kadavern. Seitdem liegt der Schnitt bei 50 Nashörnern im Jahr. Das Treffen von 45 Experten in Großbarmen dauert noch bis Sonntag.

Ich bekomme sie gebaut - mit diesem kämpferischen Worten beharrt US-Präsident Trump in seiner Rede zur Lage der Nation weiter auf eine Mauer an der Grenze zu Mexiko. Der andauernde Streit mit den oppositionellen Demokraten um die Mauer hatte zuletzt zur längsten Haushaltssperre in der Geschichte der USA geführt. Vor dem Kongress in Kongress in Washington hat Trump außerdem ein Ende der "lächerlichen" und "parteiischen" Untersuchungen von Vorgängen rund um seine Präsidentschaft gefordert. Diese Untersuchungen könnten das derzeitige "Wirtschaftswunder" in den USA abwürgen, so Trump.

Papst Franziskus hat erstmals sexuellen Missbrauch von Nonnen durch katholische Geistliche zugegeben. Es gab Priester und auch Bischöfe, die das getan haben, sagte der Papst auf dem Rückflug aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die katholische Kirche wird seit Jahren von Missbrauchsaffären erschüttert. Bislang waren vor allem Übergriffe auf Kinder und Jugendliche bekannt geworden.


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