Donnerstag 20. September 2018

6. Januar 2017 - Nachrichten am Morgen

Der namibische Transportunternehmer Laurentius Julius, der wegen Beteiligung am Milliarden-Betrug zweier Chinesen verhaftet wurde, ist unschuldig. Das habe der 40-Jährige gestern vor dem Magistratsgericht Windhoek erklärt, berichtet der Namibian. Er habe das Finanzamt am 1. April vergangenen Jahres schriftlich auf den möglichen Betrug hingewiesen, nachdem ihm Differenzen der Beträge auf den Rechnungen und den Einfuhrpapieren aufgefallen waren. Bei dem Fall geht es um Zollbetrug, Steuerhinterziehung und Geldwäsche in Höhe von 3,5 Milliarden Namibia Dollar. Die Hauptbeschuldigten sind zwei Chinesen. Die Kautionsverhandlung wird heute fortgesetzt.

Dem freien Journalist John Grobler droht wegen eines Posts auf Facebook eine Verleumdungsklage. Kläger ist laut Allgemeiner Zeitung der Vorsitzende der Handelskammer Walvis Bay, Johnny Doeseb. Demnach hatte Grobler auf seiner Facebook-Seite gefragt, ob jemand das Gerücht bestätigen könne, dass Doeseb im Betrugsfall zweier Chinesen in Höhe von 3,5 Milliarden Namibia Dollar verhaftet worden sei. Doeseb warf Grobler unprofessionelles Verhalten vor, weil er ihn nicht zuvor um eine Stellungnahme gebeten habe. Eine Entschuldigung Groblers lehnte er ab.

Die marokkanischen Behörden haben die Schließung von Schulen angeordnet, die Verbindungen zur Bewegung des islamischen Predigers Gülen aus der Türkei haben sollen. Der Vorwurf: Die Schulen würden genutzt, die Ideen der Bewegung zu verbreiten. Und diese stünden im Widerspruch zu den Prinzipien des marokkanischen Bildungs- und Religionssytems. Die türkische Regierung beschuldigt Gülen, hinter dem Putschversuch vom letzten Sommer zu stecken. Der Prediger, der in den USA im Exil lebt, bestreitet das.

Der Terror macht den Deutschen offenbar auch nach dem Berliner Anschlag nicht viel Angst. Das geht aus dem neuen ARD-Deutschlandtrend hervor. Fast drei Viertel der Befragten fühlen sich demnach sicher. Nur bei den AfD-Wählern sieht es anders aus - sie fühlen sich mehrheitlich unsicher.

Zur Rückreisewelle am Ende der Ferien startet die Polizei eine weitere Kampagne zur Verkehrssicherheit. Wie der Verkehrsunfall-Fonds MVA gestern mitteilte, werden die Kontrollen an den Fernstraßen B1 und B2 verstärkt. Demnach achten die Beamten besonders darauf, dass Fahrzeuge nicht überladen und alle Insassen angeschnallt sind. Auch werde streng geahndet, wenn auf Ladeflächen von Bakkies mehr als sechs Personen befördert werden. Laut MVA sind vom 22. November bis 2. Januar 480 Unfälle registriert worden, mit 94 Toten und 894 Verletzten. Ab kommenden Mittwoch beginnt die Aktion "Sichere Fahrt zur Schule".

Die Ergebnisse der NSSC-Prüfungen der Klassen 12 in Namibia werden am kommenden Donnerstag bekanntgegeben - früher als in den Vorjahren. Das habe das Bildungsministerium gestern mitgeteilt, meldet die Presseagentur NAMPA. Laut Archiv von Hitradio Namibia wäre es genau ein Tag früher als im vergangenen Jahr. Dem Ministerium zufolge haben mehr als 51.000 Schüler an den Prüfungen teilgenommen - 21.100 Vollzeit-Schüler und 30.000 Teilzeit-Schüler. Das sind knapp 800 Vollzeit-Schüler mehr als im Vorjahr. Über 800 Lehrer waren laut Ministerium mit dem Durchsehen und Benoten der Prüfungsbögen beschäftigt.


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