Freitag 23. August 2019

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6. September 2015 - Nachrichten am Abend

Inmitten einer schweren politischen Krise wählen die Bürger von Guatemala den Präsidenten und ein neues Parlament. Mehr als 7,5 Millionen Bürger sind aufgerufen, ein neues Staatsoberhaupt zu wählen. Da keiner der insgesamt 14 Präsidentschaftskandidaten mit mehr als der Hälfte der Stimmen rechnen kann, dürfte es zwischen den beiden Bestplazierten am 25. Oktober zu einer Stichwahl kommen.

In Deutschland wird für das Wochenende mit insgesamt 17.000 Flüchtlingen gerechnet, die aus Ungarn über Österreich in die Bundesrepublik einreisen. Das hat die Bundespolizei mitgeteilt. Gestern waren 7000 Menschen angekommen, heute bislang 6000. 4000 weitere werden noch erwartet. Ein Großteil der Flüchtlinge kommt am Hauptbahnhof in München an. Dort werden sie von Helfern und Polizisten in Empfang genommen.

Die EU hat offenbar einen Notfallplan vorbereitet, um den Flüchtlingsandrang zu bewältigen. Dieser soll schon am Mittwoch formell beschlossen werden, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Um Ankunftsländer wie Ungarn oder Italien zu entlasten, soll es künftig einen festen Schlüssel geben, nach dem die Asylsuchenden innerhalb der EU verteilt werden. Den Kritikern einer festen Quotenregelung kommt der Plan offenbar entgegen. So sollen zum Beispiel die osteuropäischen Länder, falls die Lage in der Ostukraine weiter eskaliert und von dort viele Flüchtlinge in die EU strömen, beantragen können, dass sie keine Flüchtlinge aus anderen Regionen aufnehmen müssen.

Vor der senegalesischen Küste ist ein Flugzeug mit sieben Menschen an Bord abgestürzt. Wie die Flugbehörden in Dakar am Sonntag mitteilten, war die zweimotorige Maschine für Krankenhaustransporte von Burkina Faso in den Senegal unterwegs. Außer einer französischen Patientin befanden sich drei Besatzungsmitglieder sowie ein Arzt und zwei Krankenschwestern in der Maschine. Die senegalesische Luftwaffe suchte im Atlantik westlich von Dakar nach dem Flugzeugwrack. Medienberichten zufolge verfügte die Maschine nicht über genügend Treibstoff.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat am Sonntag den Baubeginn für Sperranlagen an der Grenze zu Jordanien verkündet. "Wir werden nicht zulassen, dass Israel von einer Welle illegaler Migranten und von Terrorismus überschwemmt wird", sagte der Ministerpräsident am Sonntag zu Beginn einer Kabinettssitzung. Es handelt sich um die vierte Sperranlage, die Israel um sich errichtet. Derartige Anlagen gibt es bereits an der Grenze zu Ägypten, auf den annektierten Golan-Höhen zur Abschottung von Syrien, und zum Westjordanland, wo Mauern und Zäune oftmals tief in das besetzte Palästinensergebiet reichen.

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