Dienstag 22. Mai 2018

7. Dezember 2016 - Nachrichten am Morgen

Im Zuge des vierten Nationalen Entwicklungsplans NDP4 sind in Namibia weniger Arbeitsplätze entstanden als angestrebt. Das erklärte der nationale Entwicklungsberater Johannes Ashipala laut Presseagentur NAMPA gestern auf einem Regierungsforum. So seien bis 2014 vor allem in der Landwirtschaft fast 36.000 zusätzliche Jobs geschaffen worden. Im Logistiksektor waren es demnach knapp 1.900 und im herstellenden Gewerbe nur 190. Auf dem Forum wurde eine Bilanz zu NDP 4 gezogen, um den im April startenden NDP 5 vorzubereiten. Ziele sind nachhaltiges Wachstum der Wirtschaft zum Vorteile aller, Schaffung von Jobs, Bekämpfung der Armut und Gleichheit der Einkommen.

Der Chef der führenden Oppositionspartei DTA of Namibia, McHenry Venaani, wird in Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen. Bei dem Gespräch gehe es um die Debatte um den Völkermord und um die Bodenreform, berichtet die Allgemeine Zeitung unter Berufung auf Angaben der DTA. Man akzeptiere den Dialog der Regierungen Deutschlands und Namibias über die Kolonialzeit. Zugleich fordere die DTA jedoch, dass Vertreter der betroffenen Herero und Nama als gleichwertige Partner am Verhandlungstisch sitzen. Der namibischen Regierung warf die Partei Arroganz vor, weil sie den Völkermord wie jedes andere Ereignis in der Geschichte Namibias behandle. Venaani bricht laut AZ heute zu seiner mehrtägigen Deutschlandreise auf.

Bei ihrer Großoffensive auf den Osten der syrischen Stadt Aleppo haben die Regierungstruppen wichtige Bezirke von den Rebellen zurückerobert. Sie kontrollierten nun gut drei Viertel von Ost-Aleppo. Unterdessen stocken die Bemühungen für eine Feuerpause - ein Treffen zwischen Vertretern Russlands und der USA in Genf kam nicht zustande - wofür der russische Außenminister Lawrow die US-Regierung verantwortlich macht. Sie versuche, für die Aufständischen Zeit zu gewinnen. Das wies Lawrows US-Kollege Kerry zurück. Er betonte, er wolle die Friedensgespräche wieder zum Laufen bringen.

Nach dem Flugzeugabsturz in Kolumbien bei dem fast eine ganze Fußballmannschaft ums Leben gekommen ist, ist der Chef der Airline festgenommen worden. Die Chartermaschine soll abgestürzt sein, weil zu wenig Treibstoff im Tank gewesen war. 71 Menschen kamen ums Leben.

Der verstorbene Ex-Präsident Kubas, Fidel Castro, hat sein Leben in den Dienst der Unterdrückten gestellt. Er habe standhaft mit den Armen der Welt geteilt, sagte Präsident Hage Geingob gestern während der Trauerfeier in Windhoek. Laut Presseagentur NAMPA würdigte Geingob die Unterstützung kubanischer Truppen in der Schlacht um Cuito Cuanavale im Südosten Angolas 1987 und 1988. Eine Niederlage gegen die südafrikanische Armee wäre ein Desaster für Namibia gewesen. Die Flaggen in Namibia waren während der Staatstrauer von Freitag bis Sonntag auf halbmast gehisst. Castro war am Freitag vor einer Woche im Alter von 90 Jahren gestorben.

Die Polizei hat das Schlachten gestohlener Rinder auf einer Farm der Regierung östlich von Outjo als barbarischen Akt verurteilt. Laut Presseagentur NAMPA wurden auf der Queen Sofia Neusiedlerfarm am Montag 26 Säcke mit getrocknetem Fleisch und Drahtschlingen entdeckt. Dort seien zwölf Rinder im Werte von über 100.000 Namibia Dollar geschlachtet worden, die offenbar von einer Farm der Umgebung abgetrieben worden waren. Rinderhirten hatten einen Mann mit einem Sack entdeckt, der sie mit einer Machete vertrieb, bevor er verschwand. Anhand seiner Spuren fand die alarmierte Polizei den Schlachtplatz. Die Farm liegt etwa 90 Kilometer östlich von Outjo.

 

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