Donnerstag 16. August 2018

7. Februar 2018 - Nachrichten am Morgen

Haftstrafen, die länger sind als die zu erwartende Lebensdauer eines Verurteilten, verstoßen gegen die Verfassung Namibias. Das habe das Oberste Gericht gestern in einem wegweisenden Urteil gestern entschieden, berichtet der Namibian. Wenn eine Haftstrafe dem Verurteilten keine realistische Hoffnung lasse, je wieder aus dem Gefängnis zu kommen, werde sein Recht auf Menschenwürde verletzt. Richter Dave Smuts und vier Kollegen hoben Hafturteile von 64 bis 67 Jahren gegen vier Männer auf, die 2002 wegen Mordes an einem älteren Ehepaar auf einer Farm bei Okahandja verhängt worden waren. Sie wurden umgewandelt zu je zwei lebenslangen Strafen, die parallel ablaufen. Damit können die Verurteilten nach 25 Jahren Haft einen Antrag auf Haftentlassung stellen - in diesem Fall im Jahre 2027.

Die Zahlung von Reparationen für Vergehen während des Kolonialkrieges in Namibia 1904 bis 1908 wird das Thema nicht beenden. Das habe Botswanas Präsident Ian Khama gestern auf Nachfrage von Journalisten erklärt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Kein Geld der Welt könne das Geschehene ungeschehen machen. Man solle eher Lehren daraus ziehen und sicherstellen, dass so etwas nicht erneut passiert, sagte Khama auch mit Hinweis auf den Völkermord in Ruanda 1994. Opferverbände von Herero und Nama haben in New York eine Klage gegen Deutschland auf Reparationen eingereicht. Khama beendete gestern seinen zweitägigen Namibia-Besuch und kehrte nach Botswana zurück.

Im Zentralhospital in Windhoek ist erneut ein Fall von Kongo-Fieber festgestellt worden. Es handele sich um einen Mann, der aus dem Staatshospital in Gobabis transferiert worden sei, teilte das Krankenhaus laut Presseagentur NAMPA mit. Der Zustand des Patienten sei stabil und seine Partnerin zeige bislang keine Symptome. Im vergangenen Jahr waren der NAMPA-Meldung zufolge sechs Fälle von Kongo-Fieber registriert worden - zwei in Windhoek, zwei in Gobabis und je einer in Grootfontein und Karasburg. Der Erreger wird durch Zeckenbiss übertragen. Symptome sind Blutungen, hohes Fieber, Übelkeit und Schmerzen im ganzen Körper.

Die Vereinten Nationen fordern eine sofortige Waffenruhe in Syrien. Die Gefechte müssten für mindestens vier Wochen eingestellt werden, um Verletzte und Kranke medizinisch zu versorgen. Das sei in sieben Regionen derzeit nicht möglich

Die Ostküste Taiwans ist von einem Erdbeben erschüttert worden - in einer größeren Hafenstadt sollen mehrere Gebäude beschädigt worden und ein Hotel eingestürzt sein. Wie es heißt, werden mehrere Menschen in den Trümmern vermutet. Die Rettungsarbeiten sind angelaufen. Laut US Erdbebenwarte lag das Zentrum der Erdstöße gut 20 Kilometer vor der Ostküste der Insel.

Dem Maisanbau-Projekt der Regierung bei Etunda droht auch in diesem Jahr aufgrund von Raupenbefall ein Ernteausfall. Das berichtet der Namibian unter Berufung auf die Agricultural Business Development Agency. In den Feldern des Bewässerungs-Projektes in der Region sei die Raupe wiederaufgetaucht. Zur Bekämpfung habe man nur eine Sorte an Pestizid zur Verfügung. Um Aussicht auf Erfolg zu haben, müsse man das Pestizid jedoch eigentlich wechseln, hieß es. Im vergangenen Jahr vernichtete die Raupe die Maisernte auf 120 Hektar. Laut Bericht wurde in diesem Jahr zu 80 Prozent auf den Anbau von Erdnüssen umgestellt.


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