Sonntag 13. Oktober 2019

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7. November 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Anti-Korruptions-Kommission ACC weist eine Mitschuld an Misswirtschaft in den Ministerien zurück. Man könne lediglich Fälle möglicher Korruption untersuchen, erklärte die ACC laut Allgemeiner Zeitung gestern in einer Pressemitteilung. Wenn in Ministerien Gelder verschwendet oder Ausgaben gemacht werden, die nicht im Budget vorgesehen waren, müssten die jeweiligen Minister oder Staatssekretäre durchgreifen. In den meisten Fällen der Verschwendung von Steuergeldern geht es der ACC zufolge nicht um Veruntreuung, sondern um nicht genehmigte Ausgaben und die Überziehung der Budgets.

In Kenia muss sich der Oberste Gerichtshof erneut mit der umstrittenen Präsidentschaftswahl befassen. Kurz vor Ablauf einer Beschwerdefrist beantragten ein Wählerbündnis und ein oppositioneller Politiker, ein weiteres Mal Neuwahlen anzusetzen. Den ersten Wahlgang vom August hatten die Richter wegen Unregelmäßigkeiten für ungültig erklärt - vor zwei Wochen war die Wahl dann wiederholt worden. Die Opposition rief allerdings zum Boykott auf. Präsident Kenyatta wurde nach beiden Durchgängen zum Sieger erklärt - das will die Opposition nicht hinnehmen.

Nach der Festnahmewelle in Saudi-Arabien stellt sich US-Präsident Trump hinter das saudische Königshaus. Er habe großes Vertrauen in den König und den Kronprinzen - sie wüssten genau, was sie tun, so Trump über Twitter. Am Wochenende waren zahlreiche Prinzen, sowie Minister und Ex-Minister festgenommen worden. Ihnen wird Korruption vorgeworfen. Kronprinz Mohammed bin Salman gilt bereits jetzt als Herrscher Saudi-Arabiens - sein Ziel ist es offenbar bis zu seiner endgültigen Ernennung, alle Konkurrenten aus dem Weg zu räumen.

In Omaruru boykottieren aufgebrachte Eltern die Paheye-Grundschule, um eine andere Schulleiterin zu erhalten. Laut Namibian erschienen gestern rund 430 Kinder nicht zum Unterricht. Stattdessen seien einige Eltern zur Schule gekommen und hätten die Absetzung von Schulleiterin Martha Garises gefordert. Zugleich hätten sie damit verhindern wollen, dass Lehrer die Schule verlassen, weil diese sich von Garises ungerecht behandelt fühlen. Der Konflikt schwelt bereits seit 2015, als Garises vom Bildungsministerium zur Schulleiterin ernannt wurde. Die Eltern sind stattdessen für eine Lehrerin, die seit 1979 an der Schule unterrichtet, angeblich besser qualifiziert ist und Otjiherero spricht.

Nach einem Millionen-Diebstahl in Ondangwa hat die Polizei neun Verdächtige festgenommen. Ein 53-jähriger Chinese habe am Samstagmittag sein gesamtes Geld von der Bank abgehoben, berichtet der Namibian unter Berufung auf die Polizei. Zuvor sei er von jemandem angerufen worden, der sich als Manager der Bank ausgegeben und ihm mitgeteilt habe, sein Konto werde aufgelöst. Nachdem der Chinese die Summe von fast 1,9 Millionen Namibia Dollar abgehoben hatte, erschienen vier Männer in seinem Laden. Einer davon ergriff die Tasche mit dem Geld, die auf dem Ladentisch lag. Die Polizei konnte bislang erst rund 330.000 Dollar der gestohlenen Summe sicherstellen.

Die führende Oppositionspartei Popular Democratic Movement PDM hat ihren geänderten Namen bei der Wahlkommission eingereicht. Laut Presseagentur NAMPA muss die Kommission den neuen Namen im Amtsblatt veröffentlichen. Andere Parteien haben dann 30 Tage Zeit, Einspruch zu erheben. Der neue Name PDM war am Samstag auf dem Sonder-Parteitag der ehemaligen DTA gutgeheißen worden. Zugleich hat sich das Logo geändert: Über dem Kürzel PDM erheben sich eine Hand mit dem Victory-Zeichen sowie ein Band mit den drei beibehaltenen Parteifarben Blau, Weiß und Rot.

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