Sonntag 18. August 2019

7. September 2015 - Nachrichten am Abend

Die Urteilsverkündung im Hochverratsprozess um die Unabhängigkeit des Caprivi hat heute im Obergericht in Windhoek begonnen. Laut Nachrichtenagentur NAMPA gelte um das Gericht herum die höchste Sicherheitsstufe. Den 65 Angeklagten wird vorgeworfen, mit Waffengewalt die Unabhängigkeit des Landzipfels im Nordosten Namibias 1999 vorangetrieben zu haben. Von den ursprünglich 123 Separatisten sind 14 in der Haft verstorben, 43 wurden 2014 freigelassen.

Insgesamt 6 Milliarden Euro, umgerechnet 90 Milliarden Namibia Dollar, will die deutsche Regierung im kommenden Jahr in die Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen investieren. Im Gegenzug planen CDU, CSU und SPD, weitere Herkunftsländer als sicher einzustufen. Außerdem sollen Asylbewerber häufiger Sachleistungen statt bares Geld erhalten.

Wer morgen mit der Lufthansa fliegen will, muss sich möglicherweise um eine Alternative kümmern. Hintergrund ist ein Streik der Piloten, zu dem die Vereinigung Cockpit morgen zwischen acht Uhr und Mitternacht aufgerufen hat. Betroffen sind alle Langstreckenverbindungen aus Deutschland. Kunden der Lufthansatöchter Germanwings und Eurowings dagegen können aufatmen. Es ist bereits der 13. Streik in dem Konflikt. Im Kern geht es um die Übergangsversorgung der Lufthansapiloten.

Offenbar wünscht sich die Mehrheit der Deutschen weitere Informationen auf der elektronischen Gesundheitskarte. Das zeigt eine heute veröffentlichte Studie im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom. Demnach würden z.B. 92 Prozent der Befragten gerne die eigene Blutgruppe auf der Karte sehen, 88 Prozent wünschen sich Infos zu Allergien oder Unverträglichkeiten bei Medikamenten. Eine klare Minderheit von fünf Prozent lehnt die Erfassung des Gesundheitszustands auf der Karte ab. Bisher sind auf den Karten nur ganz grundsätzliche Daten wie Name und Alter gespeichert.

In Sierra Leone kann offenbar in Sachen Ebola doch noch keine Entwarnung gegeben werden. Nachdem in der vergangenen Woche schon eine Patientin an der Seuche verstorben war, trat jetzt einen weiterer Fall auf. Mitte letzten Monats hatten die Behörden gehofft, die Epidemie besiegt zu haben.

Brüssel will die europäischen Landwirte mit einer halben Milliarde Euro, umgerechnet etwa 7,5 Milliarden Namibia Dollar unterstützen. Das hat die Kommission heute bekanntgegeben. Außerdem beriet sie zusammen mit den EU-Agrarministern über Maßnahmen, um gegen die gesunkenen Preise für Milch und andere Landwirtschaftsprodukte anzugehen. Das Treffen wurde von heftigen Protesten begleitet. Hunderte Bauern waren aus ganz Europa nach Brüssel gereist.

In wenigen Tagen steht die zweite Pelzauktion des Jahres in Kopenhagen an. Wie das namibische Landwirtschaftsunternehmen AGRA bekannt gab, wird Namibia fast 60.000 SWAKARA-Felle zur Versteigerung schicken. Darunter befinden sich etwa 4000 Felle, die bei der ersten Auktion im April nicht versteigert werden konnten. Damals konnten circa 56.000 Fellchen abgesetzt werden. In Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen sei eine Studie zu den SWAKARA-Fellen und einem potentiellen Absatz in China geplant. Namibia ist weltweit bekannt für seine hochqualitativen Felle.


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