Mittwoch 21. August 2019

7. September 2015 - Nachrichten am Morgen

Namibia flyafrica wird gegen den Gerichtsbeschluss zur Einstellung der Verbindung von Windhoek nach Johannesburg vorgehen. Dies teilte der Geschäftsführer der flyafrica-Gruppe Adrian Hamilton-Manns gegenüber Hitradio Namibia mit. Man akzeptiere die Entscheidung des Obergerichts in Windhoek vom Freitag, sehe diese jedoch als falsch an. Das Gericht stellte fest, dass Namibia flyafrica die nötigen Lizenzen zur Bedienung der Strecke nach Johannesburg nur für den Flughafen Lanseria besitze. Der Flughafen OR Tambo dürfe hingegen nicht angeflogen werden. Alle Passagiere der Namibia-flyafrica-Flüge heute wurden auf Airlink und British Airways umgebucht.

Das Obergericht Windhoek hat drei Männer wegen Mordes zu langen Haftstrafen verurteilt. Die 31 bis 38 Jahre alten Männer müssen zwischen 55 und fast 61 Jahre ins Gefängnis. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sie im November 2009 in Windhoek den Geschäftsführer eines Sicherheitsunternehmens erschossen haben. Neben Mordes wurden sie auch wegen bewaffneten Überfalls und illegalen Waffenbesitzes für schuldig befunden. Sie hätten ihre Tat nur aus finanziellen Gründen geplant und minutiös durchgeführt.

Die Suche nach Erdöl vor Namibias Küste hat einen herben Rückschlag erlitten. Wie der Namibian berichtet, hat das brasilianische Explorationsunternehmen PetroRio seine Aktivitäten eingestellt. Das ehemals unter dem Namen HRT firmierende Unternehmen war der zweitgrößte Explorator mit 10 Blöcken im Atlantik vor Namibia. Das Unternehmen hatte bisher in Namibia 1,2 Milliarden US-Dollar, umgerechnet circa 14 Milliarden Namibia Dollar, investiert. Keine der Bohrproben habe jedoch Ölvorkommen in wirtschaftlich interessantem Umfang erbracht.

Der zurückgetretene griechische Ministerpräsident Tsipras stellt das dritte Hilfspaket für sein Land wieder infrage. Im Kampf um Stimmen sagte er, im Falle einer Wiederwahl wolle er nochmals mit den internationalen Geldgebern über die Auflagen verhandeln. Die Schlacht um bessere Bedingungen sei noch nicht vorbei. Tsipras war im August zurückgetreten, in der Hoffnung, gestärkt aus der Neuwahl hervorzugehen. Bislang hat er in den Umfragen aber deutlich an Zustimmung verloren. In knapp zwei Wochen wählen die Griechen ein neues Parlament.

Aus Angst vor erneuten Terroranschlägen hat die Regierung in Tunesien die Sicherheitsmaßnahmen erhöht. Nach örtlichen Medienberichten hat das Innenministerium Informationen über geplante Anschläge auf wichtige Orte in der Hauptstadt Tunis. Mehrere Straßen seien deshalb für den Verkehr gesperrt worden. Außerdem wurden die Sicherheitskräfte angewiesen, ihre Streifen zu verstärken. Tunesien ist in der Vergangenheit immer wieder Schauplatz schwerer Terroranschläge gewesen. Erst im Juni hatte ein Terrorist in dem Badeort Sousse 38 Urlauber getötet. Im März waren bei einem Angriff auf das Nationalmuseum in Tunis mehr als 20 Touristen getötet worden.

Die Terrormiliz IS hat im Nordirak Senfgas gegen Kurden eingesetzt. Das hat der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Schindler, erklärt. Demnach haben BND-Mitarbeiter im Kampf verletzte Kurden geborgen und anhand von Blutproben den Giftgas-Einsatz erstmals belegen können. Woher das Gas stammt, ist noch unklar. Entweder es komme aus alten Beständen von Saddam Hussein oder die Islamisten hätten es geschafft, nach der Einnahme der Universität Mossul in den dortigen Chemielaboren selbst Giftgas zu produzieren, so Schindler in der Bild.

Auf einem Sondertreffen in Brüssel beraten die EU-Landwirtschaftsminister heute über Hilfen für Europas Bauern. Hintergrund sind die gesunkenen Preise für Milch und andere Nahrungsmittel, unter anderem durch das Exportverbot nach Russland und die Abschaffung der Milchquoten. Die Minister wollen deshalb unter anderem über Eingriffe der Politik in die Milchmärkte debattieren. Auch die Absatzförderung in Drittstaaten und Finanzhilfen dürften auf der Tagesordnung stehen. Rund um den Tagungsort wollen heute tausende Bauern aus ganz Europa protestieren.

Offenbar als Folge des Korruptionsskandals um Guatemalas Ex-Staatschef Otto Pérez hat ein Politik-Neuling die erste Runde der Präsidentschaftswahl gewonnen. Nach Auszählung von knapp einem Drittel der Stimmen lag der Fernsehkomiker Jimmy Morales vorn. Er kommt bislang auf knapp 26 Prozent. Damit dürfte er am 25. Oktober bei einer Stichwahl gegen den Unternehmer Manuel Baldizón antreten. Der 45-jährige Kandidat der konservativen Partei Demokratische Freiheit kam auf rund 20 Prozent. Mehr als 7,5 Millionen Menschen waren aufgerufen, ein neues Staatsoberhaupt zu wählen. Insgesamt 14 Kandidaten standen zur Wahl. Außerdem wurden ein neues Parlament sowie zahlreiche Bürgermeister gewählt.

In der türkischen Metropole Istanbul haben etwa 150 Menschen die Redaktionsräume der Zeitung "Hürriyet" verwüstet. Wie das Blatt selbst berichtet, wurden unter anderem Steine in die Büros geworfen. Auslöser war offenbar ein regierungs- und Erdogan-kritischer Beitrag der "Hürriyet" bei Twitter.

In der EM-Qualifikation stehen die Niederlande vor dem Aus. Das Team unterlag der Türkei mit 0:3 und kann damit nicht mehr aus eigener Kraft den dritten Tabellenplatz in der Gruppe A erreichen, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt. Für die EM qualifiziert hat sich dagegen erstmals Island, dem ein 0:0 gegen Kasachstan reichte. Auch Tschechien ist durch ein 2:1 in Lettland qualifiziert.


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