Sonntag 21. Juli 2019

8. Februar 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Einreisebehörde Namibias ist mit einem willkürlichen Vorgehen gegen Ausländer erneut per Gericht gestoppt worden. Laut Allgemeiner Zeitung erreichten die Rentner Brian und Pamela Kinghorn aus Südafrika mit einem Eilantrag, dass ihnen die beschlagnahmten Reisepässe ausgehändigt wurden. Sie seien Mitte Januar wegen illegalen Aufenthaltes verhaftet worden, obwohl über ihren Einspruch gegen die Ablehnung des Antrages auf Daueraufenthalt und die Verlängerung einer Arbeitsgenehmigung noch nicht entschieden sei. Zudem seien sie auch nach Zahlung einer Strafe von 5.000 Namibia Dollar weiter festgehalten worden. Das Rentner-Paar lebt laut Bericht seit 1993 in Namibia, hat wegen seiner hier lebenden Kinder Daueraufenthalt beantragt und wollte kurzzeitig nach Südafrika reisen.

US-Präsident Trump hat bei der Bildung seiner Regierungsmannschaft einen Rückschlag hinnehmen müssen. Die designierte Bildungsministerin DeVos ist nur durch Schützenhilfe ins Amt gekommen. Im Kongress verweigerten zwei Republikaner der umstrittenen Milliardärin die Zustimmung. Nach einem 50:50 Patt schritt Vizepräsident Pence ein - und verhalf DeVos mit seiner Stimme zur Mehrheit. Der Vorgang ist einmalig in der US-Geschichte.

In Rehoboth haben rund 100 Einwohner gegen die drohende Abschaltung ihres Stroms protestiert. Sie marschierten gestern zum Ortsrat, der ihnen zufolge die gezahlten Stromgebühren veruntreut hat. Ein Sprecher des Rates erklärte auf Nachfrage des Namibian, die meisten Stromschulden des Ortes gegenüber dem Konzern NamPower vom vorherigen Ortsrat geerbt zu haben. Auch gebe es viele illegale Stromanschlüsse und die Leitungen seien veraltet. Den vom Namibian genannten Schuldenbetrag von 20 bis 35 Millionen Namibia Dollar bestätigte er nicht. NamPower hat angekündigt, zahlungssäumigen Gemeinden heute den Strom abzuschalten.

Die 40 Büros in der Innenstadt von Windhoek, die für Abgeordnete gemietet werden, stehen leer. Laut Namibian sind die Parlamentarier wegen Bedenken der Sicherheit und der Hygiene aus dem Gebäude des Capital Centre ausgezogen. Der Vermieter, die United Africa Group UAG, habe Beschwerden der Abgeordneten ignoriert und auch das zuständige Ministerium für öffentliche Arbeiten habe sich nicht darum gekümmert. Wo die Parlamentarier nun untergebracht sind, ist unklar. Die 40 Büros waren für drei Jahre für den Gesamtbetrag von mehr als 12 Millionen Namibia Dollar gemietet worden, weil der Tintenpalast nach der Erweiterung des Parlaments nicht genügend Platz bietet.

Namibias Boxer Junius Jonas, der in Brasilien wegen Vergewaltigung angeklagt ist, hofft auf eine milde Entscheidung des Gerichts. Nach Anhörung des Opfers und einer Zeugin vergangene Woche habe man eine Petition verfasst, teilte das Olympische Komitee Namibias laut Presseagentur NAMPA gestern mit. Demnach hat Jonas die Reinigungskraft im Olympischen Dorf von hinten ergriffen und auf den Nacken geküsst. In Brasilien gelten sexuelle Belästigung und Vergewaltigung als dasselbe Vergehen. Jonas befindet sich seit August in der namibischen Botschaft unter Hausarrest.


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