Sonntag 17. Februar 2019

8. Februar 2019 - Nachrichten am Morgen

Das staatliche Unternehmen TransNamib will sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren und kräftig wachsen. Das sehe die gestern vorgelegte Fünf-Jahres-Strategie vor, berichtet die Allgemeine Zeitung. Man wolle Jahr für Jahr um 20 Prozent zulegen, erklärte Geschäftsführer Johnny Smith. Laut Transportminister John Mutorwa soll TransNamib unbelastete Immobilien verkaufen dürfen, die nicht zum Kerngeschäft zählen. Zugleich teilte er mit, dass ein Fall mutmaßlicher Misswirtschaft untersucht werden soll. Dabei gehe es um den Kauf zwölf nicht benötigter Lokomotiven mit Hilfe eines Darlehens von 410 Millionen Namibia Dollar. Mutorwa stellte zudem sechs neue Mitglieder des Aufsichtsrates vor. Ein siebtes Mitglied wird noch gesucht. Auch müssen noch der Vorsitzende und sein Stellvertreter gewählt werden.

Finanzminister Calle Schlettwein hat eine dringende Anhörung im Obersten Gericht beantragt, um die Entscheidung eines Berufungsrichters für null und nichtig zu erklären. Laut Namibian geht es um Richter Theo Frank, der vergangene Woche einen Antrag auf Berufung gegen ein Urteil des Obergerichtes zum neuen Rückversicherungsgesetz abgelehnt hat. Frank sei Vorstandsvorsitzender von NedNamibia Holdings, deren Tochterfirma NedNamibia Life Assurance an der Klage von Versicherungsfirmen gegen das Gesetz beteiligt sei. Daher bestehe ein Interessenkonflikt. Acht Versicherungsfirmen fechten Passagen des Rückversicherungsgesetzes als verfassungswidrig an. Das Obergericht hatte entschieden, dass diese Passagen bis zu einem Urteil ausgesetzt werden. Schlettwein legte daraufhin Berufung ein. Das Obergericht dürfe ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz nicht außer Kraft setzen.

Der staatliche Rastlager-Betreiber Namibia Wildlife Resorts NWR will den Vertrag seiner Geschäftsführerin Zelna Hengari nicht verlängern. Das habe der Vorstand Hengari in einem Brief Mitte Januar mitgeteilt, berichtet der Namibian. In sechs Monaten laufe der Vertrag aus. Gründe wurden im Bericht nicht genannt. Hengari fechte die Entscheidung des Vorstands durch ihren Anwalt als unrechtmäßig und irrational an. - Indessen hat die für gestern angekündigte Demonstration der Mitarbeiter von NWR nicht stattgefunden. Die Aktion wurde laut Mitteilung des Unternehmens auf kommenden Mittwoch verschoben.

Ex-Gesundheitsminister Bernard Haufiku übernimmt die Leitung der nationalen Aktion zur Eindämmung der Krankheit Hepatitis E. Das habe der neue Gesundheitsminister Kalumbi Shangula gestern angekündigt, meldet die Presseagentur NAMPA. Einige Regionen hätten keinen Reaktionsplan, andere hätten vorgesehene Maßnahmen noch nicht umgesetzt. Seit Ausbruch von Hepatitis E im Dezember 2017 in Katutura wurden laut Shalunga in sieben Regionen des Landes insgesamt 4432 Krankheitsfälle registriert. 40 Patienten seien gestorben.

Im Fall Kahoggi gibt es neue Vorwürfe gegen Saudi-Arabien. In einem Zwischenbericht macht die zuständige UN-Ermittlerin Vertreter Riads für den Mord an dem Journalisten verantwortlich. Demnach zeigen die Beweise, dass der Regierungskritiker Opfer einer "brutalen und vorsätzlichen Tötung" wurde, geplant und verübt von Beamten aus Saudi-Arabien. Riad hatte nach dem Tod des Journalisten zunächst bestritten in dem Fall verwickelt gewesen zu sein. Zu den Tatverdächtigen gehören allerdings auch enge Vertraute des saudischen Kronprinzen.


Werbung
 
 

Deutsche Welle

Devisen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok