Sonntag 20. September 2020

8. Juni 2016 - Nachrichten am Morgen

Stausee in Namibia - wichtige Trinkwasserspender; © Gerd/Wikimedia Commons

Um die Wasserversorgung der Orte im Zentrum und an der Küste Namibias sicherzustellen, sind Milliarden-Investitionen nötig. Das war laut Allgemeiner Zeitung Fazit der Experten von NamWater, des Ministeriums für Wasserwirtschaft und der Windhoeker Stadtverwaltung, von denen sich Präsident Hage Geingob gestern den Stand zur derzeitigen Wasserkrise schildern lassen hat. So seien in den kommenden drei Jahren 24,2 Milliarden Namibia Dollar nötig, obwohl nur 255 Millionen zur Verfügung stünden. Langfristig würden nur Entsalzungsanlagen in Frage kommen. Laut AZ wird es acht bis zehn Jahre dauern, die Projekte umzusetzen. Den Experten zufolge fehlen Windhoek 76 Prozent seiner Wasserlieferung, wenn die Stauseen leer sind. Dies könne auch mit dem Wasser aus Kombat und Berg Aukas bei Grootfontein sowie dem Grundwasserspeicher bei Windhoek nicht gedeckt werden.

Bei der Vergabe des Auftrags für ein Gaskraftwerk bei Walvis Bay an die südafrikanische Firma Xaris Energy sind Fehler begangen worden. Das habe der Staatskonzern NamPower gestern vor Gericht eingeräumt, berichtet die Allgemeine Zeitung. So habe Xaris sich mit einem 300-Megawatt-Kraftwerk beworben, obwohl der Ausschreibung zufolge eine Leistung von 230 bis 250 Megawatt gefragt war. Zudem sei der Auftrag deutlich nach Ablauf der Ausschreibungsfrist vergeben worden. Laut AZ will NamPower daher nicht gegen die Klage angehen und ein Urteil akzeptieren. Kläger ist der Mitbieter Arandis Power. - Experten bemängelten in einem Bericht für die Regierung die Kosten von 7,6 Milliarden Namibia Dollar und einen zu hohen Strompreis.

Rund 120 so genannte Struggle Kids haben sich im Norden Namibias zu Protestmärschen nach Windhoek aufgemacht. Laut Presseagentur Nampa handelt es sich um 103 Demonstranten aus dem Zeltlager bei Oshakati und 17 Bewohner des Lagers bei Rundu. Die Oshakati-Gruppe reagiere auf einen Besuch von Swapo-Generalsekretär Nangolo Mbumba am Freitag. Sie sei mit seiner Bitte um Geduld nicht zufrieden. Die Gruppe aus Rundu moniert laut Nampa, dass Mbumba sie nicht besucht habe. Beide Gruppen wollen sich in Otavitreffen und gemeinsam weiter marschieren. Die Kinder des Befreiungskampfes fordern seit Jahren Jobs in Ministerien.

Gut zwei Wochen vor dem Brexit-Referendum hat der britische Premier Cameron in einer TV-Debatte vor einem Bedeutungsverlust Großbritanniens im Falle eines EU-Austritts gewarnt. Er kämpfe für ein Großbritannien innerhalb der EU - und nicht für die Klein-England-Option. Es sei im britischen Interesse, in der EU zu bleiben und für eine bessere EU einzutreten. Der Chef der rechtspopulistischen Ukip-Partei, Farage, appellierte dagegen an den Nationalstolz seiner Landsleute - und warf der EU vor, das Königreichs ständig zu gängeln.

Die frühere US-Außenministerin Clinton hat die Vorwahlen der Demokraten in New Jersey gewonnen - und sich zur Siegerin des Vorwahlkampfes ihrer Partei erklärt. Es sei das erste Mal in der Geschichte des Landes, dass eine Frau die Kandidatin einer großen Partei sein wird, sagte sie. Allerdings ist Clinton immer noch auf die Stimmen sogenannter Super-Delegierter angewiesen, die an die Ergebnisse der Vorwahlen nicht gebunden sind. Ende Juli küren die Demokraten auf einem Nominierungsparteitag ihren Kandidaten - die eigentliche Präsidentschaftswahl findet im November statt.

Das konservativ-islamische Saudi-Arabien will sein Image aufpolieren und Kunst und Medien stärker fördern. In den letzten Jahrzehnten hätten sich in der Welt negative Klischees über das Land verankert, dem soll nun mit dem Aufbau eines "Königlichen Kunst-Komplexes" und einer "Medien-Stadt" entgegengewirkt werden. Ziel sei auch, die Gesellschaft zu transformieren. Kunst, Kultur und Medien haben bislang in Saudi-Arabien einen schweren Stand - so gibt es keine öffentlichen Kino- oder Theateraufführungen. Medien gelten als streng zensiert.

Im kommunalen Farmgebiet nordöstlich von Etosha haben Löwen aus dem Nationalpark Menschen verletzt und Vieh gerissen. Wie der Namibian berichtet, wurde vergangene Woche auf einer Farm nahe Oshivelo ein Mähnenlöwe erlegt. Am Sonntag seien ein Farm-Vorarbeiter und zwei Park-Ranger den Spuren einer Löwin gefolgt und von ihr angegriffen worden. Der Arbeiter und ein Ranger mussten laut Bericht mit gebrochenem Arm sowie Verletzungen an Rücken und Beinen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Löwin wurde getötet. Dem Umweltministerium zufolge wird in dem Gebiet mit einem Hubschrauber nach zwei weiteren Löwen gesucht.

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