Freitag 23. Februar 2018

9. Januar 2018 - Nachrichten am Morgen

Die Zahl der Hepatitis-Fälle in den Armenvierteln Windhoeks steigt weiter an. Man habe mittlerweile 214 infizierte Personen registriert, teilte der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, David Uirab, gestern auf Nachfrage des Namibian mit. Mitte Dezember waren es 26 Fälle, vergangene Woche 167. Von weiteren Todesfällen ist im Bericht nicht die Rede. Anfang Dezember war eine an Hepatitis erkrankte Frau gestorben. Betroffen vom Ausbruch sind informelle Siedlungen in Katutura mit bedenklichen hygienischen Bedingungen. Der Namibian berichtet von zwei Straßen im Viertel Havana, in denen 90 Prozent der städtischen Toiletten defekt sind und auf denen das Abwasser von selbst errichteten Toiletten offen abfließt. Bewohner warfen dem Stadtrat vor, ihre Lage seit langem zu ignorieren.

In der Innenstadt Windhoeks ist ein Tourist an einem Geldautomaten beraubt worden. Wie die Presseagentur NAMPA unter Berufung auf den Polizeibericht meldet, wurde der 64-jährige Holländer an der Ecke Talstraße/Ausspannplatz am frühen Sonntagmorgen von mehreren Männern mit vorgehaltener Waffe gezwungen, seine Bankkarte herauszugeben. Kurz darauf seien damit 17.800 Namibia Dollar abgehoben worden. Die Polizei nahm drei Verdächtige fest, konnte aber weder die Bankkarte noch das Geld sicherstellen. - In Katutura wurde laut Polizeibericht in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Taxifahrer überfallen. Drei Männer nahmen ihm den Wagen ab. Festnahmen gibt es bislang nicht.

Die USA heben den besonderen Schutzstatus für etwa 200.000 Einwanderer aus El Salvador auf. Die Sonderbedingungen, die ihnen nach zwei verheerenden Erdbeben im Jahr 2001 eingeräumt worden waren, seien nicht mehr gegeben, hieß es aus dem US-Heimatschutzministerium. Den Betroffenen wurde eine Übergangsfrist von 18 Monaten gegeben, um entweder in ihre Heimat zurückzukehren oder sich um ein neues Visum zu bemühen.

Die USA haben für die Naturkatastrophen im Jahr 2017 teuer bezahlt. Durch eine Reihe von Stürmen und Bränden hat sich ein Rekordschaden von über 300 Milliarden US-Dollar angehäuft. 360 Menschen kamen bei den Katastrophen ums Leben. Besonders hohe Schäden richteten die drei Hurrikane "Harvey", "Maria" und "Irma" an.

Der Schlachtbetrieb Brukkaros Meat Processor erhält einen höheren Anteil an der Quote für den Fleischexport nach Norwegen. Brukkaros dürfe dieses Jahr 300 Tonnen Fleisch liefern, berichtet die Zeitung New Era unter Berufung auf Handelsminister Immanuel Ngatjizeko. Im vergangenen Jahr seien es 200 Tonnen gewesen. Der Anteil des Schlachtbetriebes Meatco sinkt dagegen von 1.400 auf 1.300 Tonnen. 2014 hatte die Aufteilung der Quote von insgesamt 1.600 Tonnen für einen heftigen Konflikt gesorgt. Der Anteil von Meatco war von 800 auf 1.200 Tonnen erhöht worden. Der damals noch beteiligte Schlachtbetrieb Witvlei Meat dagegen erhielt statt 800 nur noch 300 Tonnen zugesprochen und musste nach Millionenverlusten schließen.

Um die geplanten Reformen staatlicher Betriebe durchführen zu können, ist ein neues Gesetz zur Kontrolle staatseigener Unternehmen nötig. Das betonte der Minister für Staatsbetriebe, Leon Jooste, in einem Interview mit der Presseagentur NAMPA. Durch das bestehende Gesetz seien ihm weitgehend die Hände gebunden. Zugleich wies Jooste darauf hin, das neue Gesetz sei bereits vom Kabinett gutgeheißen worden. Im Februar werde der Entwurf dem Parlament vorgelegt. Die Oppositionspartei CoD hatte vergangene Woche die bis heute andauernde Verschwendung öffentlicher Gelder durch schlecht geführte Staatsbetriebe kritisiert.

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