Sonntag 20. September 2020

9. Juni 2016 - Nachrichten am Morgen

Generalinspektor Ndeitunga; © Francois Lottering/NAMPA

Die Polizei will den geplanten Massenprotest gegen den Parlamentsbau nächsten Donnerstag in Windhoek offenbar verbieten. Generalinspektor Ndeitunga hat alle Demonstrationen zwischen Montag und Samstag untersagt, weil in der Zeit internationale Konferenzen stattfinden. Er nannte die Sitzung der Fußball-Organisation des südlichen Afrika und das Treffen der Parlamentarier von AKP-Staaten und der EU. Dem Namibian zufolge will Ndeitunga mit den Organisatoren des Protests über eine Verschiebung der Aktion sprechen.

Die Armenien-Resolution des Deutschen Bundestags sorgt auch in Namibia für Empörung. Der Herero-Stamm beklagt, dass Deutschland über die Türkei richte - den Völkermord an den Herero aus der eigenen Kolonialzeit aber verharmlose. Von 1904 bis 1908 wurden geschätzt bis zu 100.000 Herero und Nama umgebracht. Vor einer Woche hatte der Bundestag den Mord an 500.000 Armeniern im Osmanischen Reich als Völkermord eingestuft - beim Vorgehen des Deutschen Reiches in Namibia wird der Begriff dagegen bislang vermieden.

In Venezuela hat es bei Protesten gegen die schlechte Versorgungslage Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. In der Hauptstadt Caracas wurde ein Mann verletzt, als Sicherheitskräfte Tränengas und Schrotkugeln in die Menge feuerten. Venezuela leidet unter einer schweren Wirtschaftskrise. In den Supermärkten fehlt es an Nahrungsmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs. Die Opposition macht die Politik des sozialistischen Präsidenten Maduro dafür verantwortlich und versucht, ihn per Referendum abzusetzen.

Ein leitender Jurist bei Volkswagen soll zu Beginn der Abgasaffäre versucht haben, belastende Dokumente zu beseitigen. Laut Süddeutscher Zeitung wurden Mitarbeiter aufgefordert, belastende Daten zu löschen oder auf Speichersticks auszulagern. Ermittler kamen der Sache durch Befragungen von VW-Angestellten auf die Spur. Die Staatsanwaltschaft ermittelt u.a. wegen versuchter Strafvereitelung. Der Jurist soll inzwischen beurlaubt worden sein - die gelöschten Dokumente konnten wiederbeschafft werden. Konzernangehörige hatten sie kopiert.

In Keetmanshoop sind mehrere Tonnen an Maismehl vernichtet worden, das für Schulkinder gedacht war. Laut Namibian handelte es sich um rund 3.000 Säcke zu je 12,5 Kilogramm im Schätzwert von insgesamt 600.000 Namibia Dollar. Das Mehl habe sich nicht mehr für den Verzehr geeignet. Vor einem Monat waren in Keetmanshoop laut Namibian bereits 750 Sack Maismehl vernichtet worden, die Mitte Januar in einem Container per Bahn eingetroffen und dann nicht ins Lagerhaus transportiert worden waren. Das Bildungsministerium habe der Firma, die für die Lagerung verantwortlich war, daraufhin den Vertrag aufgekündigt.

Bei Palmwag im Nordosten Namibias haben Löwen am frühen Dienstagmorgen drei Esel von Kleinfarmern gerissen. Der Allgemeinen Zeitung zufolge handelt es sich um ein Rudel, das einst aus 17 Löwen bestand. Sieben der Raubkatzen seien jedoch bereits von Kommunalfarmern erlegt worden, erklärte der Betreiber der Palmwag-Lodge, Fritz Schenk. Die Esel hätten sich nicht in einem schützenden Kraal befunden. Um den Konflikt zwischen Farmern und Löwen zu entschärfen, errichtete Schenk laut AZ Ende Mai im Hege-Gebiet Purros einen 40 mal 40 Meter großen löwen-sicheren Kraal für Rinder.

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