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12. April 2021 - Nachrichten am Morgen

Der Bau eines Distriktkrankenhauses in Ondangwa ist bis auf weiteres auf Eis gelegt worden. Gesundheitsminister Kalumbi Shangula machte deutlich, dass dem Staat derzeit das nötige Geld hierfür fehle. Das Krankenhaus soll eigentlich das überlastete Hauptkrankenhaus in Oshakati, einem von nur dreien landesweit, entlasten. Bereits im mittelfristigen Haushaltsplan 2017/18 war der Bau vorgesehen. Shangula betonte, als Reaktion auf eine Anfrage der Oppositionspartei PDM, dass man grundsätzlich das Projekt realisieren wolle. Neben diesem sei auch ein Ausbildungskrankenhaus dort, eine Hochstufung der Krankenhäuser in Nkurenkuru und Otjiwarongo sowie ein weiteres Hauptkrankenhaus in Khomas vorgesehen.

Namibia ist unter den neun Staaten weltweit, in denen bisher am wenigsten Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht wurden. Dies geht aus den aktuellsten Aufstellung von OurWorldinData hervor. Demnach wurden nur 0,1 Prozent aller Einwohner mindestens einmal geimpft. In Afrika liegen nur Mauretanien und Mali dahinter. Weltweit den größten Sprung hat das Königreich Bhutan gemacht. Es hat eine Spende von 600.000 Dosen aus Indien erhalten und binnen nur einer Woche mehr als 60 Prozent der Bevölkerung geimpft. Davor liegen nur noch die Seychellen mit knapp zwei Drittel.

Am Wochenende wurden mehr als 330 neue Coronafälle landesweit vom Gesundheitsministerium bestätigt. Die 7-Tage-Inzidenz stieg leicht auf nun 29 an. Weiterhin sterben viele Menschen im Land mit oder an COVID19, was Anlass zur Sorge gäbe. Elf waren es in den vergangenen zwei Tagen. Es sind vor allem deshalb vorerkrankte und ältere Menschen aufgerufen das Impfangebot in Windhoek, Walvis Bay und Swakopmund anzunehmen. Für diese stehe AstraZeneca-Covishield zur Verfügung. Mitte des Monats wird die Impfkampagne auf weitere Landesteile ausgeweitet.

Für 18 staatliche Verwaltungen dürfte in der Tat bald das Licht ausgehen. Nampowers Geduld sei am Ende, heißt es im Namibian. Demnach schulden alleine diese Institutionen, darunter viele Lokalverwaltungen, dem staatlichen Stromversorger knapp eine Milliarde Namibia Dollar. Nicht viel besser sieht es bei Wasserversorger Namwater aus, dem Lokal- und Regionalverwaltungen mehr als 800 Millionen Dollar schuldig seien. Diese Verwaltungen seien vor allem mit Zahlungen im Hintertreffen, da sie selber von der schlechten Zahlungsmoral der Endkonsumenten betroffen seien. Schlimm sei vor allem, dass viele Lokalverwaltungen nicht einmal versuchen würden einen Lösungsweg zu finden. Sie würden damit rechnen, dass ohnehin keine Abschaltungen stattfinden würden. Dies sei aber ein Irrglaube, so der Sprecher von Nampower.

In Zukunft wird der Import von Schuluniformen nach Namibia verboten. Dies sagte Handelsministerium Lucia Iipumbu und stellte ein dementsprechendes Gesetz noch für dieses Jahr in Aussicht. Eigentlich sollte die verpflichtende Herstellung von Schuluniformen im Inland bereits vor sechs Jahren eingeführt werden. Die Herstellung für die staatlichen Schulen soll zunächst in Nkurenkuru stattfinden, wobei mindestens zwei weitere Zentren noch in diesem Jahr eröffnet werden sollen. Schlussendlich soll jede Region ein Schneiderzentrum erhalten. Man habe ursprünglich gehofft, dass bis zu 8000 Schneider vom Projekt profitieren würden. Es habe sich aber gezeigt, dass aktuell nur 54 landesweit die nötigen Maschinen hierfür hätten.

Das Bildungsministerium nimmt 27 Millionen Namibia Dollar zur Entwicklung von elektronischen Lerninhalten in die Hand. Laut Nampa, kündigte dies Exekutivdirektorin Sanet Steenkamp an. Hierzu werde eng mit dem College for Open Learning NAMCOL zusammengearbeitet. Zielgruppen seien die Klassen 8 bis 11. Die Lernkurve für das Ministerium war aufgrund der Schließung der Schulen im vergangenen Jahr steil, betonte Steenkamp. Man müsse deshalb dringend das Online-Angebot für Schüler ausbauen. Das Geld werde auch zur Anschaffung von 250 Laptops zur Fortbildung von Lehrern genutzt.

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