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15. April 2021 - Nachrichten am Morgen

Stadtpolizeichef Abraham Kanime will weiter im Amt bleiben. Er werde sich erneut um einen Vertrag bewerben, sagte Kanime laut dem Namibian. Zuvor hatte ein Gericht entschieden, dass die dreijährige Verlängerung seines Vertrages ohne ordentliche öffentliche Ausschreibung illegal war. Ein Ex-Mitglied der oppositionellen PDM hatte das Gericht angerufen. Der Stadtrat und das Gericht hätten sich bereits auf eine ordentliches Verfahren verständigt. Kanime sollte eigentlich bereits vor einem Jahr abtreten, nachdem er seine Kündigung eingereicht hatte, da er im Mai 2020 das Rentenalter erreicht hatte. Er ist seit mehr als zehn Jahren im Amt und hat zuletzt ein Jahresgehalt von nahezu 2,5 Millionen Namibia Dollar bezogen.

Finanzminister Iipumbu Shiimi hat vor der Nationalversammlung eine Erklärung zum extrem angestiegenen Budget des Präsidialamtes im neuen Haushalt abgegeben. Dies sei vor allem auf das neu gegründete „Namibia Investment Promotion and Development Board“ zurückzuführen, das unter dem Präsidialamt angesiedelte sei. Deshalb seien für das Büro des Präsidenten 2021/22 nun 609 Millionen Namibia Dollar vorgesehen. Da fast 126 Millionen für das NIPDB eingeplant seien, erhalte das Büro selber eigentlich weniger Geld als die 491 Millionen im aktuellen Finanzjahr.

Die Oppositionspartei LPM hält einen bloßen Rücktritt von Kabinettsmitgliedern für nicht ausreichend, wenn es um Themen wie Korruption gehe. Parteipräsident Bernardus Swartbooi fordere, so berichtet der Namibian, unabhängigen Untersuchungen durch die Polizei und Anti-Korruptionskommission. Dies gelte nicht nur für den zurückgetretenen Verteidigungsminister Peter Vilho, sondern auch für Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila. Der fragwürdige Farmdeal zwischen dem Landwirtschaftsminister sowie der Premierministern und ihrem Mann habe einem seiner Unternehmen 14 Millionen Namibia Dollar beschert.

Viele der vom anonymen Projekt „Whistle Blower“ hervorgebrachte Anschuldigungen gegen die Anti-Wilderer- und Umweltinitative ISAP seien dieser nach falsch. Dies teilte ISAP in einer ausführlichen Erklärung mit. So seien keinesfalls nur 90.000 Namibia Dollar, trotz Spenden von 2,6 Millionen Dollar, in den Kampf gegen die Wilderei geflossen. Indirekte Investitionen, unter anderem in das von Spendern initiierte Ausbildungscamp, habe „Whistle Blower“ vernachlässigt. Auch zwinge das für die Überwachung unerlässliche Flugzeug keinesfalls die Initiative finanziell in die Knie. Korrekt sei, dass man in den vergangenen Jahren keine Finanzberichte veröffentlich habe. Diese seien aber nun fertiggestellt und lägen derzeit beim Wirtschaftsprüfer.

Namibias Elefantenpopulation ist gesund und wachsend. Davon zeigt sich die Namibische Umweltkammer und Wildtieranalystin Gail Thomas überzeugt, wie aus dem aktuellen Artikel „It's not too good to be true – Elephants are thriving in Namibia“ hervorgeht. Demnach sei der im “African Elephant Status Report” 2016 von der IUCN ermittelte Bestand von 18.400 bis 27.000 Tiere womöglich noch zu niedrig angesetzt. Es sei auch nicht negativ zu bewerten, dass Namibia nicht am „Great Elephant Census“ teilnahm, da kurz zuvor eigenen wissenschaftlichen Strukturen eine Erhebung durchgeführt haben. Letzte Ermittlungen zu Luft aus dem Jahr 2019 haben einen Elefantenbestand von 16.800 bis etwa 30.400, wahrscheinlich aber 24.000 Tiere hervorgebracht.

Südafrikas Ex-Staatspräsident Jacob Zuma ist scheinbar endgültig bereit ins Gefängnis zu gehen. Er werde ein Gefangener des Verfassungsgerichts werden, sagte Zuma laut News24. Demnach werde er an seiner Entscheidung festhalten, nicht vor der Zondo-Kommission zum sogenannten „State Capture“ auszusagen. Hierzu hatte ihn schlussendlich das südafrikanische Verfassungsgericht schon vor Wochen aufgefordert. Zuma sei eigener Aussage nicht mit der Kommission an sich unzufrieden, sondern mit dem Vorsitzenden Raymond Zondo, den er als politische Marionette ansieht.

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