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16. März 2021 - Nachrichten am Morgen

Namibia erhält noch heute die ersten Dosen Coronaimpfstoff. Dies bestätigte Gesundheitsminister Kalumbi Shangula laut dem Namibian. Es handele sich um 100.000 Dosen Sinopharm. Namibia erwartet zudem mehr als 127.000 Dosen AstraZeneca durch das Covax-Programm und 30.000 Dosen des gleichen Herstellers unter Lizenz aus Indien mit dem Namen Covishield. - Zudem wurde der Impfplan trotz diversen Nachfragen der Medien bisher nicht vom Ministerium bereitgestellt. Zunächst sollen wohl die mehr als 22.000 Angestellten des Gesundheitssektors, alte und gebrechliche Menschen geimpft werden.

Staatspräsident Hage Geingob hat weitere Leistungen für den Oppositionsführer McHenry Venaani abgesegnet. Laut der Namibian Sun habe dieser nun Anspruch auf ein Fahrzeug, Leibwächter, Sekretär und einen Fahrer. Bisher standen ihm schon zwei Fahrzeuge sowie Zuschüsse für Behausung, Strom und Wasser, Transport und Telefon in Höhe von etwa 300.000 Namibia Dollar pro Jahr zu. Hinzu käme sein Grundgehalt von knapp 700.000 Namibia Dollar. Die Entscheidung hat in den Sozialen Medien für Aufruhr gesucht. So wird Venaani Verrat an den Wählern vorgeworfen, da er sich bevor er Oppositionsführer immer für die Streichung von unnötigen Ausgaben des Staates einsetze. Venaani argumentierte, dass er nun mit anderen Oppositionsführern in Afrika gleichgestellt sei und es um Zuschüsse für das Amt und nicht speziell seine Person gehe.

Das Minister für Soziale Wohlfahrt ist deutlich unterbesetzt. Dies berichtet der Namibia unter Berufung auf Vizeministerin Bernadette Jagger. Demnach seien nur 77 Sozialarbeiter landesweit angestellt und würden sich jeweils um theoretisch etwa 13.000 Kinder kümmern müssen. Auch wenn eigentlich 87 Positionen zur Verfügung stünden, sei selbst diese Zahl deutlich zu gering. Der große Druck der wegen Überarbeitung auf den Sozialarbeitern laste, würde diese zudem aus dem staatlichen Dienst in die Privatwirtschaft treiben.

Staatsunternehmenminister Leon Jooste räumt weiter in den ihm unterstellen öffentlichen Betreiben auf. Wie auch schon vergangene Woche berichtet, läge ein besonderer Fokus nun auf TransNamib. Laut dem Namibian habe er deshalb Aufsichtsratsmitglied Oscar Kaveru von seinem Amt freigestellt. Er soll Bestechungsgelder für den Verkauf von Eigentum des staatlichen Bahnunternehmens verlangt haben. Bereits im September 2020 habe er das Transportunternehmen FP du Toit um eine finanzielle Zuwendung für den Verkauf von Wertgegenständen gebeten. Kaveru bezog Stellung und bezeichnete die Entfernung aus dem Amt als „unfair“ und basierend auf Lügen. - Kaveru war bereits 2021 wegen Fehlverhaltens bei Air Namibia rausgeflogen.

Eine private Sicherheitsfirma wird für den Schusswaffeneinsatz seiner Mitarbeiter nun zur Rechenschaft gezogen. Ein dementsprechendes Urteil fällte das Obergericht. Das Unternehmen argumentierte, dass es nicht verantwortlich sei, da die Opfer die Schützen nicht einwandfrei identifizieren konnten. Es sei deshalb unklar, ob sie überhaupt für das Unternehmen arbeiten würden. Der vorsitzende Richter Orben Sibeya sah dies anders. Man folge dem etablierten Gedanken, dass ein Arbeitgeber für die Taten seines Angestellten im Dienst verantwortlich gemacht werden könne. Zwei Männer waren im September 2017 durch Schüsse verletzt worden. Die beiden fordern Widergutmachung, Schmerzensgeld und Einkommensausfall in Höhe von 2,25 Millionen Namibia Dollar. Hierzu soll eine Entscheidung in Kürze fallen.

In zwei Tagen erhält Namibia ein weiteres nationales Museum. Dies teilte die Museums Association of Namibia MAN in einer gemeinsamen Erklärung mit der EU-Delegation für Namibia und dem Kulturministerium mit. Das „Museum of Namibian Music“ MuNaMu werde am Donnerstag in Omuthiya, der Hauptstadt der Region Oshikoto eröffnet. Die Entwicklung des Musikmuseums habe mehrere Jahre gedauert und sei auch von einem öffentlichen Aufruf begleitet gewesen, zum Thema Musik in und aus Namibia, Gegenstände zu spenden. Die Eröffnung findet virtuell statt und soll in den Sozialen Medien live übertragen werden.

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