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17. März 2021 - Nachrichten am Mittag

Deutschland zieht offenbar eine Anpassung der Reparationszahlungen an Namibia in Erwägung. Das erklärte Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila laut der New Era. Im letzten Jahr hatte Präsident Hage Geingob erklärt, das Deutschland rund 180 Millionen Namibia Dollar für verschiedene Projekte geboten hätte. Er nannte das Angebot beleidigend. Deutschlands Sondervermittler Ruprecht Polenz hatte die Summe damals als falsch zurückgewiesen. So oder so erklärte die Premierministerin nun, dass die aktuell gebotene Summe in Anbetracht der Opferzahlen und der Schäden für die betroffenen Gemeinschaften zu niedrig sei. Deutschland habe aber ein neues Angebot unterbreitet und gleichzeitig Bereitschaft zu weiteren Verhandlungen gezeigt.

Das Landwirtschaftsministerium überprüft gerade die Schäden durch den Wanderheuschrecken-Befall in den Kavango-Regionen. Das Ministerium erklärte gegenüber Nampa, dass man nur so die notwendigen finanziellen Hilfen auszahlen könnte. Die Insekten waren Anfang März in die Region Kavango Ost eingefallen und haben sich seitdem weiter ausgebreitet. Die letzten Sichtungen wurden südlich von Nkurenkuru in der Region Kavango-West vermeldet. Nach wie vor sind Sprühteams vor Ort, um die Schäden einzugrenzen.

Die Ratingagentur Moody’s sieht die Zukunft der namibischen Bonität weiterhin kritisch. Die anhaltend hohen staatlichen Lohnkosten, die verhaltenen Wirtschaftszahlen von Namibias wichtigstem Handelspartner Südafrika und nicht zuletzt die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie würden das Kreditprofil des Landes schwächen. Für dieses Jahr rechnet die Ratingagentur nur mit einer leichten wirtschaftlichen Erholung. Zudem wird mit einem Anstieg der Staatsschulden auf 74 % des Bruttoinlandprodukts gerechnet. Moody’s stuft Namibia aktuell als Ba3 negativ ein.

Die aktuelle Impfrate in Südafrika würde erst in 18 Jahren zur anvisierten Herdenimmunität führen. Das haben Daten-Journalisten des Media Hack Collectives berechnet. Dabei berufen sie sich auf die aktuellen Zahlen von unter 6000 Impfungen pro Tag. Um hingegen bis Ende des Jahres rund 67 Prozent der Bevölkerung zu immuniseren, müsste diese Rate um das 25-fache auf über 150.000 Impfungen pro Tag ansteigen. Immerhin gibt es etwas Hoffnung auf eine baldige Besserung, zuletzt hatte neben dem Johnson & Johnson Wirkstoff auch das Mittel von BioNTech-Pfizer die Notfallzulassung erhalten. Südafrika soll davon bis zu 20 Millionen Dosen erhalten, das Auslieferungsdatum ist aber noch unbekannt.

Simbabwe will seine Impfkampagne nun auch auf Mitarbeiter in der Gastgewerbebranche und im der Tabakindustrie ausweiten. Das gab Informationsministerin Monica Mutsvangwa laut der Nachrichtenagentur Xinhua bekannt. Zudem sollen auch Lehrer nun immunisiert werden. Zimbabwe hatte vor einem Monat seine Impfkampagne gestartet, dabei kommen bislang ausschließlich chinesische Impfstoffe zum Einsatz. Insgesamt sollen bislang rund 37.000 Menschen geimpft werden, darunter vor allem Mitarbeiter im Gesundheitswesen, aber auch Journalisten. So postetet mit Hopewell Chin’ono einer der bekanntesten Medienschaffenden des Landes gestern ein Video von seiner Impfung.

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