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18. März 2021 - Nachrichten am Morgen

Die Staatsverschuldung soll im kommenden Finanzjahr 2021/22 76,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes betragen, etwa acht Prozent mehr als im aktuellen Finanzjahr. Dies teilte Finanzminister Ipumbu Shiimi zur Vorstellung des Haushaltes mit. Er bestätigte auch, dass die namibische Wirtschaft im vergangenen Jahr, vor allem Corona bedingt, um nie dagewesene 7,3 Prozent geschrumpft sei. Der Haushalt basiere auch auf einem leichten Wachstum, das für die kommenden zwei Jahre vorausgesagt wird. Zwar habe der Staat im aktuellen Finanzjahr deutlich mehr Einnahmen als geplant gehabt, jedoch seien diese durch die COVID19-Sonderausgaben wieder wettgemacht worden. Zudem seien die Corona-Sonderausgaben nochmals um mehr als zehn Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar gesteigert worden.

Weniger als zehn Prozent aller staatlichen Ausgaben im kommenden Finanzjahr sollen für Investitionen genutzt werden. Laut Finanzminister Ipumbu Shiimi sind dies etwa 5,6 Milliarden Namibia Dollar. Gleichzeitig würden mehr als 16 Prozent des Staatshaushaltes für Zins- und Kreditzahlungen genutzt werden. Der Sozialsektor, wozu auch Bildung zählt, erhält gut 40 Prozent der staatlichen Ausgaben. Für Aufruhr dürfte erneut der extrem hohe Anteil des Militärs am Staatshaushalt sorgen. Für die NDF sind 9,1 Prozent der Ausgaben geplant. Dies sei ein Rückgang um fast 13 Prozent gegenüber dem aktuellen Budget. Nur wenig mehr Geld wird für die innere Sicherheit aufgewendet. 

Aufgrund der langsamen Auslieferung von Corona-Impfstoffen durch das internationale Covax-Programm und das gemeinsame Einkaufsprojekt der Afrikanischen Union, habe das Gesundheitsministerium eine öffentliche Ausschreibung begonnen. Gesundheitsminister Kalumbi Shangula versicherte gegenüber der Nationalversammlung, dass man nur  angemessene Angebote überhaupt akzeptieren werde. Es gehe keinesfalls darum irgendwelche Mittler zu bereichern, sondern Hersteller, Händler und Vermarkter von Impfstoffen seien angesprochen. Die Direktansprache von Herstellern in den USA, Indien und Russland habe bisher ebenso keinen Erfolg gebracht. Das Ministerium wolle zudem alle Preisangebote der Ausschreibung auf seiner Website öffentlich machen.

Alleine 455 angolanische Flüchtlinge befinden sich in der Ansiedlung Etunda in der Region Omusati. Dies bestätigten dortige Behörden laut der Presseagentur Nampa. Sie würden dort bisher nicht staatlich versorgt werden, was sich aber nach einem Vor-Ort-Besuch der angolanischen Botschafterin in Kürze ändern sollen. Bisher würden Einwohner des Gebietes, trotz eigener Probleme, diese mit dem Nötigsten versorgen.  Viele Angolaner flüchten seit einigen Tagen aufgrund von Dürre und Nahrungsmittelmangel aus ihrer Heimat illegal nach Namibia.

Anders als erwartet und symbolisch wichtig wird Staatspräsident Hage Geingob nicht als erster in Namibia gegen das Coronavirus geimpft. Das 79-jährige Staatsoberhaupt sei zu alt, als dass es mit dem chinesischen Impfstoff Sinopharm zum aktuellen Zeitpunkt geschützt werden könne. In Namibia dürfen aufgrund unzureichender Daten nur 18- bis 59-Jährige geimpft werden. Er werde, so wie viele andere Minister in höherem Alter, auf die erste Lieferung eines anderen Impfstoffes warten. Verteidigungsminister Peter Vilho hat mit 59 Jahren erklärt, dass er sich symbolisch als erster impfen lassen würde. – In vielen Staaten der Welt haben sich Staatsoberhäupter als erstes impfen lassen, da so die Impfbereitschaft der Bevölkerung deutlich höher sein, berichten Statistiker.

Tansanias Präsident John Magufuli ist tot. Das gab die Vizepräsidentin des Landes übereinstimmenden Medienberichten zufolge in einer Fernsehansprache bekannt. Magufuli war seit Ende Februar nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten. Zuletzt hatte die Regierung Gerüchte über eine mögliche COVID19-Erkrankung zurückgewiesen. Der 61-Jährige sei nun in einem Krankenhaus in Daressalam einem Herzleiden erlegen, hieß es.

Ethiopian Airlines baut seine Verbindung nach Namibia deutlich aus. Wie das Büro der äthiopischen Nationalfluggesellschaft mitteilte, werde ab dem 1. April fünf Mal pro Woche zwischen Addis Abeba und Windhoek geflogen. Bisher finden drei Flüge pro Woche statt. Zudem werde dann durchgängig ab Mai eine Boeing 787 zum Einsatz kommen. Bisher wird zeitweilig mit einer deutlich kleineren 737 geflogen. Auch Eurowings hält an seinem Plan fest ab April fünf Mal die Woche Windhoek und Frankfurt zu verbinden.

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