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19. März 2021 - Nachrichten am Morgen

Namibia hat gestern seinen Corona-Impfplan NDVP vorgestellt. Hierin unterstreicht das Gesundheitsministerium, dass vor allem alte und kranke Personen in Phase 1 eine Impfung erhalten sollen. Phase 2 umfasst unter anderem Personen über 60 Jahre und solche in entlegensten Gebieten sowie Soldaten und Mitarbeiter im Tourismussektor. Zusammen handelt es sich um etwa jeden fünften Namibier.  In Phase 3 folgen knapp eine Million weitere Namibier, um das Ziel der Herdenimmunität von 60 Prozent zu erreichen. - Aufgrund der Tatsache, dass bisher nur der chinesische Impfstoff Sinopharm im Land ist wird der Impfplan zunächst teilweise umgeworfen. Ab heute werden vor allem Mitarbeiter im Gesundheitssektor sowie alle Personen zwischen 18 und 59 Jahre geimpft.

Staatspräsident Hage Geingob habe aus den ersten fünf Amtsjahren und dem Harambee-Wohlstandsplan viele Schlüsse für einen nun vorgestellten zweien Plan ziehen können. So soll umgehend ein Überwachungsmechanismus eingerichtet werden, so dass wirklich alle Aspekte des Plans umgesetzt werden. Ziel bis 2025 sei es weiterhin die Armut zu senken, die Chancengleichheit zu fördern und Namibia zu einer Industrienation zu entwickeln. Das nötige Geld zur Umsetzung des Wohlstandsplans soll unter anderem durch den Börsengang von Mobilfunkbetreiber MTC generiert werden. Hierfür erwarte man mindestens drei Milliarden Namibia Dollar.

In einem zweiten Anlauf will der Staat Fischfangrechte für 16.000 Tonnen Seehecht versteigern. Dies teilte Finanzminister Iipumbu Shiimi laut dem Namibian mit. Bis zum 16. April hätten Interessierte aus dem In- und Ausland Zeit sich um die Quoten zu bewerben. Bei einer ersten Versteigerung 2020 wurde theoretisch 628 Millionen Namibia Dollar generiert, deutlich mehr als jemals zuvor  bei Direktvergaben. Jedoch seien fristgerecht nur 8,4 Millionen Dollar bezahlt worden, weshalb die Quoten zurück an den Staat gingen. Das Minimumgebot liegt bei 6000 Namibia Dollar pro Tonne.

Die Regierung habe das eigentliche Ziel der Völkermordsgespräche mit Deutschland lange aus den Augen verloren. Dies sagte Oppositionsführer McHenry Venaani. Vielmehr habe sich die Regierung in Unwichtiges hineinziehen lassen. Es gäbe nur drei Aspekte um die es geht: Eingeständnis der Gräueltaten, uneingeschränkte Entschuldigung auf höchster Ebene und Zahlung von Reparationen. Alles andere seien Nebenschauplätze, so Venaani. Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila versicherte, dass die Regierung es ebenso sehe. Man verhandele dennoch auch im Entwicklungshilfeprojekte mit Deutschland, damit man am Ende womöglich nicht ganz mit leeren Händen dastünde. Es gehe um ein Gesamtziel fürs Land und nicht die Befindlichkeiten Einzelner.

FNB Namibia schließt vier seiner etwa 50 Filialen im Land. Dies sei der fortschreitenden Digitalisierung geschuldet. Während die Filiale in Oshikuku bereits geschlossen hat, folgen zu Ende des Monats die in Arandis, Usakos und Klein Windhoek. Der Nutzen von Filialen gehe, wie auch international, in Namibia immer weiter zurück. Der normale Bankkunde wickelt fast alle seine Geschäfte digital ab und benötige keine Filialen mehr. Alle Mitarbeiter würden an andere Standorte versetz werden. Kündigungen seien nicht vorgesehen.

Die Afrikanische Union empfiehlt weiterhin die Nutzung des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca. Laut News24 teilte die AU dies nun mit, nachdem am Mittwoch bereits die Weltgesundheits-Organisation WHO grünes Licht gegeben hatte. Der Nutzen des Impfstoffes überwiege die sehr seltenen schweren Nebenwirkungen um ein Vielfaches, heißt es. Bei mehr als 17 Millionen durchgeführten Impfungen mit AstraZeneca in Europa habe es keinerlei statistische Auffälligkeiten gegeben. Auch die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat nach einem mehrtägigen Stopp wieder grünes Licht für den Impfstoff gegeben.

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